Samstag, 2. November 2019

Resümee


So. Wir sind wieder in heimatlichen Gefilden angekommen. Solange ich noch am Bloggen über den Urlaub bin, befinde ich mich eigentlich noch im Urlaub. *lacht* Ich weiß nicht wie es Peter geht, aber auch er hat diese Woche noch kürzer getreten. Wir werden wohl erst nächste Woche wieder ‚in die Vollen‘ gehen. *seufz* Ich für meinen Teil habe schon diese ganze Woche gebraucht um mich zu ‚akklimatisieren‘ (nenne ich es mal). PUH und dann so ein Mistwetter hier! Unglaublich. Macht es doppelt schwer sich daheim wieder wohl zu fühlen, wenn einen kahle Bäume und Tonnen Laub auf rutschigen Straßen ‚angrinsen‘. Ich meine, Montag früh in Montenegro noch 28,5 Grad und jetzt das… Nebel, Regen, Saukälte.

Aber genug gejammert, wir suhlen uns weiterhin in schönen Urlaubserinnerungen, basta. Und unseren Balkon hat Peter Gestern schon mal in den Winterschlaf versetzt.

Unser Fazit? Was für ein tolles Land! Sehr gastfreundlich. Und mit Deutsch kommt man überall gut durch, besser als mit Englisch. Das Essen war superlecker. Die Gegend war wunderschön. Bergig, grün, einfach für jeden Reisenden das Passende dabei. Da kannst du kraxeln, schwimmen, dir mit Sehenswürdigkeiten die Kante geben, doch auch Individualtouristen wie wir kommen dort auf ihre Kosten. Und ich meine, Leute, es war Ende Oktober und wir hatten Sonne pur. Kein Wölkchen am Himmel, kein Regentropfen, nix. Eine Zeit in der die Touristen größtenteils schon weg waren, weil es war ja Nachsaison. Unglaublich, deshalb: GERNE JEDERZEIT WIEDER! Wir haben noch nicht fertig. *zwinker* Ach ja, man KÖNNTE hier durchaus einen Badeurlaub machen und ‚bloß‘ faul am Strand oder am Pool liegen. Wie gesagt… könnte man(n) oder frau. *lach*

Bloß nächstes Mal machen wir’s anders, denn… wir haben ja gelernt. Wir mögen weder über Timbuktu (Flughafen Düsseldorf) wie Schafherden getrieben werden (geführter Tagesausflug mit dem Bus) und auch weder in engen Flugzeugen noch überfüllten Zügen sitzen. Unsere Münsterländer hatten so circa drei Stunden Anreise. (!) Und wir tingelten erstmal über fünf Stunden zum Flieger, schmorten dann weitere fünf Stunden im Flughafen vor uns hin, nur um dann noch zwei Stunden nach Montenegro zu fliegen. Also nee, das muß besser gehen!

Das Hotel war toll, bloß künftig werden wir auf Vollpension verzichten, wo doch für unser Aktivprogramm Übernachtung mit Frühstück vollkommen reichen würde, denn nur so lernt man Land und Leute kennen, wenn man in’s Land geht und dort mit den Einheimischen ißt. So isses nun mal.

Michael (der König von Montenegro) bietet Unterkunft an, aber… der ‚Heimatstützpunkt‘ von dem aus wir dann mal unsere Ausflüge machen wollen würden, will wohl geplant sein. Und er ist ja nunmal nur in Utjeha. Den Flug könn(t)en wir selber organisieren, es gibt dort wohl zwei Airlines die explizit Montenegro und von München aus anfliegen. Bloß wegen eventuellen Stornos des Flugs wäre uns bang, doch das finden wir auch noch raus.
Peter hat jedenfalls gegoogelt, daß wir 14,5 Stunden mit dem Auto bräuchten. Das käme unserem Individualismus wieder zugute, könnten wir uns doch für die Anreise so viel Zeit nehmen wie wir möchten und anhalten wo wir wollten. Außerdem mit dem eigenen Auto, kein Kofferschleppen, keine Gewichtsbeschränkungen und schöne Landschaften noch dazu. Na mal sehen, denn… der nächste Urlaub kommt ja bestimmt.

Außerdem habe ich einen Zettel gefunden, auf dem ich ohne Michael, eine Menge ‚Sites‘ aufgeschrieben hatte (Facebook-Empfehlungen anderer Montenegro-Urlauber von anderen Seiten), die wir noch gar nicht berücksichtigt haben, wegen isnicht *lacht*. Keine Ahnung wo ich den Zettel verbummelt hatte. Aber jetzt ist er ja da und wir können weiterhin aus dem Vollen schöpfen und außerdem haben wir ja von Michaels Checkliste ebenfalls noch nicht Alles abgearbeitet. *grins*

Und Peter meinte sowieso, länger als acht Tage wäre durchaus gegangen, denn… wir waren fast ausschließlich in einem Teil des Landes unterwegs und das Land ist ja groß.
Wir denken mal das Frühjahr an, irgendwann, muß ja nicht gleich nächstes Jahr sein, aber so, daß in den Niagarafällen noch Wasser ist. Und vielleicht vor der Hauptsaison? Aber ich denke wir werden weiterhin die Riesenattraktionen, wie Kotor, meiden, wo so im Schnitt regelmäßig 1-3 Kreuzfahrtschiffe anlegen, das ist uns dann doch too much (Zuviel) an Touristengedöns, da wird man bloß durchgeschoben, abgezockt und überall ist es überfüllt. Wie sagt der Ami? Not my circus, not my monkeys (nicht mein Zirkus, nicht meine Affen) – einfach nicht unser Ding!
Soviel dazu.

Unser Rückblick gilt z.B. dem Hotel. Und so hat es ausgesehen:
Unsere Suite
Ein Teil des Speisesaals
Ein Teil des Außenbereichs
Der Strand vor dem Hotel
Wir hatten eine großzügige Suite im 3. Stock (oberster Stock des Hotels), mit Balkon und eigentlich dem Blick auf die Adria. Leider standen davor drei Riesenbäume. Aussicht war also nicht, aber wir waren ja im Grunde wirklich nur zum Schlafen dort.

Das Zimmermädchen und auch das restliche Personal waren ausgesucht freundlich. Wie gesagt sind wir mit Händen und Füßen, unserem Übersetzer in’s Bosnische, viel Deutsch und wenig Englisch ganz gut durchgekommen. Die Montenegriner sind sehr Deutschenfreundlich, was uns zu Gute kam.
Das Essen war durchweg lecker. Ich könnte jetzt nicht sagen, daß mir Etwas nicht geschmeckt hätte. Satt macht es auch. Außerdem hatten wir ja Vollpension gebucht, die wir im Grunde gar nicht brauchten. Aber im Vorfeld weiß man ja nie. Und die Essensempfehlungen von Michaels Checkliste waren wunderbar. Hier ein paar Bilder zur Einstimmung…
Peters gemischte Fischplatte im Obala an der Adria

Muscheln im Hotel (für Peter), Beilagensalat (für mich)

Forelle (glaub ich) im Restoran Raj in den Bergen (Biergarten)

Nochmal Abendessen vom Buffet im Hotel

Unser übliches Frühstück im Hotel auf der Terrasse

Grüne Melone mit Weichkäse bei Pojo

Trelece im Avanti

Auch Abendessen im Hotel

Abendessen im Hotel, mit Salat und Peters Lieblingssaft

Nachtisch vom Hotelbuffet

Vom Frühstücksbuffet im Hotel Rivijera: Topfenpalatschinken mit Schoko

Gemischte Fischplatte im Kalaja

Garnelen auf Salatbett im Obala

Der Welt bester, brasilianischer Mokka mit etwas Süßem dazu bei Ylka

Ylka beim Mokka aufbrühen...
Topfenpalatschinken mit Schinken und Käse im Elrey 

Cevapcici mit dem leckersten Brot EVER (!) im Biergarten an der 3d
Das Brot in Montenegro empfand ich als das appettitlichste überhaupt, so weich wie Weißbrot, aber innendrin eher gelblich (hab kein wirklich gutes Foto davon gemacht, sorry) und so grobporig ist auch dieser Apfelkuchen gewesen. Saulägga! Könnte mit Maismehl oder vielleicht Kartoffelmehl gemacht sein. Man weiß es nicht. Frau auch nicht. *grins*
Apfelkuchen mit Pistazien- und Nußeis, im Restaurant unter'm Mausoleum
Das Land… war üppig. Grüne Berge, atemberaubende Landschaften, blühend, duftend, die Adria um uns rum, zerklüftete Berge die z.T. abgetragen werden (wir vermuten entweder wegen Steinschlags auf die Straßen, oder um die Straßen breiter zu machen, es geht manchmal schon recht eng zu). ‚Negro‘ haben wir jetzt nicht wirklich gesehen, also ‚Schwarz‘ und das gilt für das Land auch nur im übertragenen Sinne, hat Katarina uns erzählt. Manchmal eher ‚Grau‘ oder ‚Steinig‘ und ‚Grün‘, aber nicht wirklich dunkel. Auch hiervon ein Eindruck für Euch:




Usw. usf. endlos beeindruckend schöne Anblicke und Aussichten...
Die Menschen hier… sind, wie gesagt, sehr deutsch affin (freundlich). Viele beherrschen Deutsch zumindest ein bißchen. In dem Biergarten an der 3d z.B. begegneten wir einem jüngeren Mann, der hier über ein Jahr gearbeitet hat. Der Leuchtturmwärter hat in der Schule 10 Jahre Deutsch gelernt. Und der Kellner im Kalaja hat in der Schweiz und Italien studiert, war also des Deutschen auch mächtig. Und Alle, die uns nicht verstanden, haben wie wir mit Händen und Füßen ‚gesprochen‘ was teils sehr lustig war. Man hat sich verstanden.
Und die Putzfrau im Hotel adoptiere ich jetzt sowieso. *zwinker* Wie man halt in den Wald reinruft, ge?
Ich empfand die Leute in Montenegro eher als einfaches Volk, auf das Wesentliche beschränkt und wo wir uns aufhielten (im Tourismussektor) sowieso aufgeschlossen, denn wir Touris bringen doch schließlich Geld in’s Land.
Sogar in den Touristenhochburgen Kotor und Budva waren die Einheimischen meistens ausgesucht nett und bemüht. Es war keine Fremdenfeindlichkeit zu spüren. Ich hab‘ mich da gut aufgehoben gefühlt.

Die Fauna (Tierwelt) & Flora (Pflanzenwelt) Montenegros... üppig, um es mal so auszudrücken:
Welpe... also wenn er 10 cm lang war, war er groß!
Zwei Schildkröten unter'm Olivenbaum

Gepflegtester Garten EVER!


Idyllisch, oder?


Ja, in Montenegro hat's sogar Palmen, schaut...
Im Nachhinein hat der Versicherungsmensch meines Vertrauens (Peter) die Sache mit der Mietwagenfirma nochmal geprüft und ist, glaube ich, zu dem Schluß gekommen, daß wohl doch Alles mit rechten Dingen zuging… bzgl. Höhe und Art des zusätzlichen Versicherungsbeitrags für das Cabrio. Also auch hier Alles roger.

Wie Ihr sehen könnt, ist dieser Beitrag deshalb so lang und ausführlich, weil wir ja das Vergessene noch erwähnt haben wollten UND Euch auch noch ein paar interessante, von uns gedrehte, Kurzfilme reinpacken möchten. Ja, auch um Euch den Mund für dieses wunderprächtige Land wässrig zu machen. *blinzel* Fahrt einfach selbst mal hin, oder fliegt, oder schwimmt… *zwinker* Mit besten Empfehlungen von uns.
Montenegro selbst war von den Jugoslawien-Kriegen übrigens nicht betroffen, daher gibt es auch keinerlei Verwüstung. Das war ja meine größte Sorge, warum ich so weit östlich nicht in Urlaub gehen wollte. Aber, wie ich vorher schon einmal erwähnt hatte, ist es der Teil des Landes in welchem früher die Reichen und Schönen urlaubten. Verständlich, die Küste ist auch bezaubernd schön, teilweise atemberaubend.

Ach Eins noch, wir wissen jetzt auch WER in dem Mausoleum liegt… ein Peter. *lacht* Er hieß, laut Recherche meines Peters, Petar II Petrovic-Njegos. Hier noch ein Fotomotiv:
Petars II Grab

Sein Grabstein
Das war er wohl... Petar der II.
Und dann noch ein paar Zahlen: soviele Kirchen haben wir/er gesehen: 4-5, inklusive Kloster, Peter war genau 4x, Regina 1x schwimmen. Peter davon 1x im Süßwasser der Niagarafälle. Die Reise hat pro Person € 494,05 gekostet. Wir hatten so circa 12 Stunden Anreise, sind 2x geflogen, 3x Zug gefahren, 1x Bus, 1x mit den Mountainbikes und an allen 8 Tagen mit dem offenen Cabrio. Nur 1x war das Verdeck zu, aber das Schiebedach dafür auf (meine Schuld, als die Temperatur nachts unter 17 oder war’s 15°C (?) fiel, hat es ohne Windschott doch ein bisserl gezogen). Wir haben jeden Tag wenigstens 2 Sachen gesehen oder unternommen und 2 oder 3 Mal NICHT im Hotel zu Abend gegessen. Zum Mittagessen waren wir dort kein einziges Mal. Wie schon erzählt habe ich 33 Mückenstiche mein Eigen nennen können und Peter hat am Schluß auch noch ein paar abgekriegt. Ach ja und ohne Bus, Zug und Flugzeug haben wir, also mit dem Cabrio, über 800 Kilometer 'zusammengefahren'. Die Eselsmilch kostete € 50,- pro Liter, wir haben zwei kleine Fläschchen á € 10,- mitgenommen. So lägga! Mehr an Zahlen fällt mir jetzt ad hoc nicht ein.

Fragen bzgl. genauerer Infos über die Sehenswürdigkeiten oder Ausflüge, Locations usw. schicken wir Euch gerne per Kommentare unten, über Facebook oder per E-Mail zu, sagt Peter. (Ach und Karin, nein, Du hast noch lange nicht Alles gesehen was wir fotografiert und gefilmt haben und nicht Alles gehört was wir zu erzählen haben.)

So und hier noch ein Link für meinen Trainer, den Jonas von Mrs.Sporty in Gersthofen... an DER Zip Line sind wir vorbei gekommen und ich habe doch tatsächlich einen Augenblick überlegt ob ich es mache. Der Blick in die Schlucht hat mich dann aber eines Besseren belehrt, hahaha. Schau:


Tja, hiermit schließen wir dann auch (schon! *lach*) unseren umfangreichen Urlaubsbericht, den wir nicht nur für Euch, sondern vor Allem für uns anfertigten. Ich hoffe Euch hat’s gefallen wieder mit uns auf die Reise zu kommen. Wir bedanken uns recht herzlich für Eure vielen Haken und Kommentare.

Hvala (danke), zbogom (auf Wiedersehen), vidimo se (bis bald),
Eure erholten und bald wieder urlaubsreifen
Weltenbummler
Regina & Peter

11 Kommentare:

  1. Hallo Zusammen,

    ich kann Regina nur zustimmen:
    Montenegro ist wirklich eine Reise wert.
    Es ist ein schönes Land, welches für alle Interessen etwas zu bieten hat.
    Mit den Menschen, welche wir kennen lernten haben wir keine schlechte Erfahrung gemacht. Alle waren sehr freundlich und/oder hilfsbereit.

    LG

    Peter

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    1. Sag ich doch! :) Alles Gründe nochmal hinzufahren.

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    2. Herzlichen Dank für den Besuch bei uns und Liebe Grüsse vom König *krone*!

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    3. So gerne. Und wir kommen wieder. Danke für all Deine Tipps, inklusive Checkliste (drum müssen wir wieder kommen, haben noch nicht Alles abhaken können...). ;-) ;-* PS: Hoffe das liebende Paar ist inzwischen verheiratet? Hast Du was gehört?

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    4. Die Papiere waren ok, Stefan hat sich sehr gefreut. Mehr Info habe ich nicht - werde ich aber bestimmt bekommen.

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  2. dobrodošli kući
    (Herzlich willkommen Zuhause) ihr Lieben !
    Also wie man euren Bildern entnehmen kann habt ihr alles richtig gemacht .Schönes Land, schöne Unterkunft, gutes Essen, liebe Leute , nette Menschen, viiiele schöne Ausflüge — so soll U R L A U B sein — da denkt man doch gerne und voller Sehnsucht an das Land zurück ; auch wenn eure Anreise etwas stressig war.
    Ihr habt uns ja wieder virtuell an eurer Reise teilnehmen lassen, das war schön, vielen Dank :-). — ein bisschen fiiiess fand ich nur eure viiielen Bilder mit den viiielen leckeren Sachen da -tropft es ja nur no so - scho ein bisschen sarkastisch-
    hahaha- nein Spass .
    Nun viel Spaß wieder zuhause und beim vorbereiten der nächsten Reise ;-)bis bald wieder Uschi und Karl vom andern Ende LG

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    1. Hvala Uschi, danke.
      Ja, die Realität, sprich der Alltag hat uns wieder. Wir fummeln immer noch am Blog rum, es war wirklich eine tolle Reise, wenn ich mir unsere Bilder so anschaue. In natura war's natürlich noch besser, hihihi.
      Was uns vor das Problem stellt... was könnte Montenegro noch toppen? *rätsel*
      Ja und verzeiht die vielen Essensfotos, das gehört für mich einfach dazu, als verhinderter 'Foodblogger' *lacht*
      Danke für's Mitlesen und Kommentieren. Hat wieder Spaß gemacht Euch mitzunehmen, Ihr seht auch schon ganz mitgenommen aus...
      *zwinker*
      Wir wünschen Euch was, vom einen Ende zum Anderen, sozusagen.
      Re-lG

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  3. Thx Misty, K, and Andrew! Sorry I didn't translate, but thrilled that you three followed our blog and enjoyed the pics and videos. XOXO Regina

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