Freitag, 12. Mai 2017

Fähre und Hotel

Ihr erwischt mich an unserem aktuell zweiten Urlaubstag. Wir haben uns gerade das Abendessen (Buffet) einverleibt. Vorher ließen wir eine Einweisung über uns ergehen.

Es war ein anstrengender Tag, denn bis 16 Uhr 30 sind wir ja quasi ‚erst‘ angereist. Bisher bestand unser Urlaub aus vor dem Aufstehen aufzustehen, einer ca. 14 stündigen Busfahrt und jetzt kommt’s…

rauher See und zwar über Nacht. Wir sind wie die Rollbraten in unseren Kojen hin und her gerollt. Die Kabine war sehr schön, auch das Bad, wir hatten insgesamt eine bessere Ausstattung als auf unserer Kreuzfahrt, vor –zig Jahren (!).
Küste Golfo di Aranci - Olbia
Im Eifer des Gefechts habe ich die Koje mit meinem Bett Zuhause verwechselt (im Schlaf) und schob das Kissen mit einen Zack nach rechts... Dort stand Peters offenes Alkfreies, fast voll, und es ergoß sich mit Karacho, mitten in der Nacht, über die Matratze seiner Koje. Stinkt jetzt schön nach Bier!
Der Seegang war unfaßbar und Peter erfreute sich an stehendem Wasser im Bad, nach seiner Dusche. Der Wasserpegel draußen ließ es nicht besonders schnell ablaufen.
 
Ich bin ja seefest, aber leider verfolgt mich das Geschwanke heute schon arg. Denke mal eine Nervensache.
 
In der Früh erwartete uns je ein Gutschein und ein Frühstück, welches zwar kärglich und sehr zeitig (5 Uhr 30) war, aber immerhin. Dann sammelten wir uns im Foyer. Unsere Mitreisenden wurden ermahnt dort nicht zu fotografieren (wegen Überwachsungskameras). Und ziemlich pünktlich fuhren wir dann um 6 Uhr 30 ab, sammelten unterwegs unsere neue Reiseleitung Francesca ein.
 
Heute ging's mit Hurra im Hafen Golfo di Aranci los, in der Stadt Olbia.
Geschälte Korkeiche
Korkeichen
Unsere erste Station war eine Korkmanufaktur und wir haben soviel interessante Fakten zu hören gekriegt! Ein Großteil der Vegetation in der Gegend besteht aus Korkeichen. Diese werden geschält und allerlei Produkte aus Kork hier hergestellt und vertrieben. Sardinien stellt wohl 10% der weltweiten Korkproduktion.
Ich kann mich ad hoc gar nicht an all die Info erinnern, aber es war schon speziell. Ein Betrieb in Familienhand. Viele Produkte werden von Sandra hergestellt, die nächste Generation. Die Maschinen in der Fabrik zeigte uns der Senior des Hauses.
Francesca, Sandra, Jasmina, Alex (gut such!)
In dieser Gegend wir außerdem Granit abgebaut, also fuhren wir erstens an megavielen Korkeichen, geschält und ungeschält, vorbei und an sagenhaften Granitformationen, die allerlei Figuren und Mythen darstellen. Wie z.B. ein Hexenstein.
Sehr Ihr die Schildkröte?
Drum ging es hoch an einen Aussichtspunkt mit schönem Rundumblick.
Hexenfels
Das dynamische Quartett
Wir gönnten uns außerdem einen Besuch des Städtchens Tempio Pausania (immer brav mit plattgesessenen Hintern im Bus...). Die Stadt selbst hat wahnsinnig viele Granitgebäude. Kann ich jetzt gar nicht verstehen warum *grins*.
In der Innenstadt genoßen wir den Schatten eines Parks aus Steineichen und das tat bei 28 Grad im Schatten schon sehr gut. Die halbe Klub-Mannschaft hat sich im Bus in Sommerkleidung geworfen, es war urplötzlich und nach Bewölkung von der Fähre weg einfach zu warm geworden.
In der Stadtmitte fanden wir auch eine Art Labyrinth, welches wohl mehr Deko auf einem Gebäude der Stadt ist. Wunderschön.
besagtes Labyrinth
Mittlererweile war es nachmittags um 14 Uhr geworden und wir mußten zusehen bis 16 Uhr 30 an unserer Hotelanlage anzukommen.
Das schafften wir auch - ENDLICH! Die Anlage ist sehr schön, sehr modern und sehr umfangreich. Ich hab mich erfolgreich schon zweimal verlaufen. *augenroll*
 
Hier konnte ich dann endlich unseren Blog weiterschreiben, damit Ihr nicht zu kurz kommt! Die Gruppe ist inzwischen ein bißchen zusammengerückt. Man versucht sich zu tolerieren. Es sind wohl zwei Kegelvereine, die Fußballer, ein Kleingartenverein, ein Chor (weiter bin ich noch nicht vorgedrungen). Der Chor hat schon heftigst genervt, wir haben ihn mit 'Atemlos' vom Handy bekämpft, aber eigentlich sind die ganz nett. Solange sie nicht singen.
 
Unsere Francesca konnten wir mit ein wenig Trinkgeld beglücken, das ist sie wohl nicht gewohnt, vor allem weil sie heute nur eingesprungen ist.
Ab Morgen ist dann der Alte/Neue (Reiseleiter) im Einsatz, wir sind gespannt. Salvatore heißt er glaube ich. Und im Hotel wurden wir gleich von Christian in Empfang genommen, seines Zeichens Vertreter des Reiseunternehmens vor Ort. Ein gebräunter Alt-Gigolo, aber lustig und charmant.
Wir wurden gleich 'gebrieft' was die nächsten Tage ansteht, was es kostet (zusätzlich) und wann und wo und wie wir Essen fassen können. Damit werde ich Euch aber scheibchenweise beglücken. Alles zu seiner Zeit. Jetzt gibt's noch ein paar Bildchen dazu und dann hau ich mich auf's Ohr (aber nicht so fest), weil... Frühstück gibt's ab 7, Ausflug startet um 10, aber nur ein kleiner, damit wir uns von den bisherigen Strapazen erholen können, schon mal auftanken für die Rest-Urlaubswoche und natürlich Pool und Meer austesten können. Zum Glück hat sich das Wetter endlich eingekriegt! Ciao.

2 Kommentare:

  1. Oooooh, schönes Wetter! Ich freu mich für Euch. Ja, so 'ne Busreise kann ganz schön anstrengend sein. Was singen denn die dann dauernd? Hört sich ja recht interessant an mit dem Kork und die Granitfelsen sehen schön aus!

    Liebe Grüße aus Thailand und weiterhin viel Spaß!

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    1. Ja, das Wetter war richtig erholsam für uns, nach monatelangem schlechtem Wetter hier! Anstrengend war es andauern im Bus zu hocken, aber jetzt nicht unbequem oder unerträglich. Was die gesungen haben? Keine Ahnung, war ja italienisch, klang aber wie Zahnweh. Werde demnächst mal ein Video davon posten, ok?
      Das mit dem Kork war genial. Darüber und über den Granit auf der Insel werden wir aber noch genauere Info hochladen.
      Oins noch'm Anderen. Erstmal durchschnaufen und ausruhen, dann gibt's Nachschub. ;-) Bis demnächst, meine Liebe. Und ruht Euch jetzt auch aus!

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