Montag, 15. Mai 2017

Porto Cervo an der Costa Smeralda / Muttertag

Gestern haben wir an einem Ausflug an die Smaragdküste teilgenommen. Nur die zweite Kegelfraktion hatte sich dagegen entschieden und eine weise Entscheidung war das wohl, im Nachhinein gesehen.
Wir waren wirklich nicht amused. Doch laßt mich lieber erst einmal von den schönen Seiten des Tages erzählen.
Ja, wir sind tatsächlich und endlich an die Costa Smeralda gefahren. Nach ‚frühem Stück‘ um 7 Uhr, war Abfahrt um 8 Uhr, damit war nur jaaaaa nicht die Verkaufsveranstaltung im Olivenhain verpassten! Ich glaube wir sind ungefähr eine Dreiviertelstunde hingefahren. Klar, es war ein schöner Olivenhain, von dem wir aber grundsätzlich nicht viel gesehen haben, da wir ja beworben wurden.
Sicher, auch die Artikel klangen, mal wieder, vielversprechend. Und einige, auch wir, haben sich bis zu einem gewissen Punkt beschwatzen lassen, gerade Kleinigkeiten zu erwerben.
Aber wir sind hier im Urlaub und auch wenn Alles sehr praktisch und wirkungsvoll erschien… mal so eben ein paar Tausender haben wir halt nicht in der Hosentasche stecken. Mit seiner Verkaufsausbeute war Christian von unserer Gruppe jedenfalls nicht erfreut. Und ehrlich gesagt, im Nachhinein betrachtet, hätten wir die Vorführung durchaus auch im Hotel machen können.
Naja, wie dem auch sei, nach über drei Stunden Gelabere, gab’s dann Mittagessen in einem schönen Lokal im Olivenhain, für den sogar die Oma für uns einen Nachtisch zubereitete. Natürlich nicht uneigennützig, für das typisch catalanische Rezept, welches sie extra machen mußte, berappten wir satte 4 Euro pro Person (für das Gericht, nicht das Rezept *richtigstellt*). Dabei handelt es sich um eine Teigtasche, die mit Käse gefüllt ist und Honig darübergeträufelt hat. Es war lecker, hat mich ein wenig an die mexikanische Küche erinnert. Das Gericht heißt Sevada(s).


Das angeblich sardische Menü bestand aus einem Endiviensalat mit Tomaten als Vorspeise und den habe ich mir leider zu sauer angemacht. *ähm ja* Dann einer Mini-Portion Lasagne und dem Nachtisch. Wahlweise hätten wir auch für 3 Euro Crema Catalan, also Crème Brulée haben können. 
Weiter ging’s im Programm und jetzt kommt der unerfreuliche Teil, über den sich sehr viele Mitreisende, u.a. auch Peter, beschweren wollen…
Vom Olivenhain sind wir ungefähr zweieinhalb Stunden zum Porta Cervo an der Costa Smeralda gefahren, auf die wir uns wirklich gefreut hatten.
Unerfreulicherweise endete das mit einem 45-minütigen Aufenthalt in diesem Wohnort der Schönen und Reichen (wie man uns sagte). Dieser bestand jedoch nur aus dem Angebot ein weiteres Bähnchen zu besteigen und ich habe weder Schöne noch Reiche entdeckt.

Von der Idee des Bähnchenfahrens waren wir zuerst begeistert, da wir ja in Orosei so gute Erfahrungen damit gemacht hatten.
Leider gab es dann ersteinmal beim Einsteigen und Besetzen der Tram Probleme, wo wir denn nun sitzen dürften. Wir endeten ganz vorne, inmitten einer Gruppe Franzosen und zwar nach dreimaligen Umsetzens.
Danach traf uns der Schlag als wir jeweils acht Euro löhnen sollten.
Und zur Krönung waren keine Umrandungen vorhanden, wir also voll dem Fahrtwind ausgesetzt, was trotz 28°C ziemlich kalt war. Dann ging es los in rasendem Tempo, ohne auch nur einen Stopp zu machen und gesehen haben wir von den Villen der VIPs im Grunde natürlich gar nichts, außer deren Eingangstore.


Auch von der smaragdenen Smaragdküste sahen wir nichts, bzw. deren Wasser, viel zu schnell war die Fahrt und wie gesagt keiner Halt zum Knipsen. Dazwischen immer französisches Gebrabbel vom Band. Daher weiß ich wenigstens, daß wir am Haus vom Briatoni und von Yves Montand vorbeigerast sein müssen, aber keine Ahnung wo.
Der Bimmelbahnführer und Salvatore (unser derzeitiger Reiseleiter) fanden es und sich jedenfalls ganz toll was sie uns den böten.

Und… DANN ging die Fahrt einfach zurück. *sprachlos* Weitere zweieinhalb Stunden. *echt stinkig* Wenn wir DAS im Voraus gewußt hätten, wären wir nicht mitgefahren! 

Ich meine, wir wußten natürlich, daß wir eine Busreise gebucht hatten, ABER daß das daraus bestand den Großteil unserer Reisezeit tatsächlich IM Bus zu verbringen… DAS war nicht unsere Vorstellung davon. Oder was meint Ihr? Wir hätten erwartet mit dem Bus hinzufahren und auch wieder zurück, keine ‚Dauer-be-Bus-ung‘! Mein Hintern ist bestimmt schon eine Kleidergröße gewachsen…
Ganz reich und voll schön...
Wie dem auch sei, Porto Cervo ade.
Wir sollten um 19 Uhr in diesem sardischen Restaurant sein, um dort sardisches Essen und einen sardischen Abend zu verbringen. Leider fuhren wir direkt in einen Ort mit einer Fiesta (Fest), sprich einer Umleitung. Der Bus also im Rückwärtsgang wieder aus dem Ort raus und suchend nach einer neuen Route zu unserem Ziel, in welchem wir so gegen 19.45 Uhr eintrafen.
Das Restaurant war Teil eines Hotels, 2 km von unserem Hotel entfernt. :-O Und im Voraus wußten wir schon, daß der Abend um 22 Uhr zu enden hätte, denn unser Stefan, seines Zeichens Busfahrer, durfte nicht länger arbeiten.
Das Essen war jetzt nichts Spezielles, sondern allerhöchstens italienisch: verschiedene Wurst, Speck, mit zweierlei Brot, Oliven, Pasta mit Soße, zweierlei Fleisch und eine Wurst, Salat und ein nullachtfünfzehn Eissorbet zum Schluß.



Während des Essens dröhnte eine Zweimannkapelle los und spielte 80er-Jahre Gassenhauer und coverte auch ein paar englische Songs aus der damaligen Zeit.
DAS wiederrum fetzte richtig. Sie haben auch ein ordentliches Trinkgeld bekommen. Unsere Reisegruppe polonaiste sich durch den Saal und wir konnten auch den einen oder anderen Disco Fox auf’s Parkett legen, trotz Peters urlaubs-lädierten Füssen und meiner nicht mehr ganz so flotten Sohle. Mitgegröllt haben wir auch Alle ausnahmslos, vor allem zu ‚Mamma Maria‘ von Ricci & Poveri, zum Schluß.
So schade, daß der grauslige Tag und schöne Abend dann schon enden mußte. Jetzt wo wir endlich in Stimmung waren, die Laune paßte und unsere Reisegruppe zusammengewachsen ist.

Mit den Wermutstropfen vom restlichen Tag, sowie unserer ‚Beute‘ aus der Verkaufsveranstaltung zogen wir dann wieder in’s Hotel. Ein Großteil der Leutchen ließ den Abend noch in der Bar ausklingen, während manche (drei an der Zahl) die Nacht probeliegender Weise auf den roten Matratzenauflagen verbrachten.
Es tut mir leid wenn der heutige (gestrige) Reisebericht jetzt nicht so prickelnd klang, aber SO geht’s ja nun wirklich nicht. Neppen lassen wir uns nämlich nur ungern. In der Hoffnung auf einen spaßigeren Tag und mehr Reiseeindrücken, melde ich mich dann in Kürze wieder.

Und seid Euch versichert, wenn diese Misere ein Gutes hatte, dann ist es, daß wir mit all unseren Mitreisenden wirklich zu einer Gruppe mutierten. Wir haben uns eigentlich alle ganz doll lieb, sozusagen. Sind echt prima Leute hier.

Euer Viertel des dynamischen Quartetts,

Regina

6 Kommentare:

  1. Ha, ha, die Eingangstore der VIP´s sind doch auch ganz schön anzusehen !!
    Viel Spaß noch...

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    1. Danke, den hatten wir, bloß nicht in Porto Cervo. Obwohl der Blumenduft war dort unglaublich schön. Und was hinter den Toren war... das denken wir uns einfach, oder?
      LG, Regina

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  2. Ach je,... hab ja im Vorfeld schon gesagt dass wir so ne Kaffeefahrt nicht machen würden. Schon bei dem dreistündigen Verkaufsgespräch wäre mir jegliche Lust auf Anderes vergangen. Aber das habt ihr ja gewusst. Was danach kam war aber schon der Hammer. Wenigstens könnt ihr sagen ihr wart mal da. 😜 Auch wenn ihr nicht viel gesehen habt. Und wenigstens hatten ihr noch einen schönen Abend. Vielleicht war das ja auch eine ausgebaute Strategie um den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken?!? 😂
    Hoffe für Euch es war der einzige Ausrutscher dieser Art.

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    1. Och Du, die Verkaufsveranstaltung war eigentlich ganz in Ordnung, Christian ist wirklich gut in seinem Metier und es hat Spaß gemacht ihm zuzuhören und zuzusehen. Man muß sich halt darauf einlassen und wie Du sagst, wir wußten's erstens im Vorfeld und hätten uns auch ohne Probleme anderweitig beschäftigen können. Aber... Alle haben ausnahmslos daran teilgenommen.
      Porto Cervo haken wir einfach ab. Das eine oder andere Foto haben wir ja dann doch bekommen. Und der Abend war dann wieder prima.
      Was nun die Gruppendynamik angeht, die war tadellos. Wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Es hat gepaßt wie A**** auf Eimer.
      Und tatsächlich war es der einzige Ausrutscher. Ansonsten war es ein wunderschöner Urlaub, anstrengend aber wunderbar! Natürlich nicht wenn man sich einen Badeurlaub oder Erholungsurlaub vorstellt. Aber für uns, war es ganz nach unserem Geschmack.

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  3. Buongiorno cari Turisti,
    freut mich , dass ihr gut in Sardinien gelandet seit und eure Anreise -- Auto Taxi Bus Schiff, Bus -- gut hinter euch gebracht habt . Es ist natürlich sehr anstrengend aber dafür ist man ja auch einige *grimasse schneid* Kilometer von zu Hause weg. Sehr schön habt ihr es getroffen, zumindest was eure supertollen Bilder zeigen *zwei daumen hoch*. Wetter *sonnen smiley* passt auch wie man ähh Frau sieht, da kann man net meggern *tränen lach*. Lasst es euch noch richtig gut gehen genießt die Tage und habt noch eine schöne, interessante, informative, auch ein bisschen erholsame und lustige Zeit
    saluti amore
    Chico per ora die Daheimgebliebenen
    Uschi Karl und Cajouli

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    1. Buon giorno amici,
      wir haben es in vollen Zügen genossen, das Rundumpaket. Zu unserem Bedauern sind wir inzwischen schon wieder zurück, haben aber die Sonne mitgebracht. Ist doch au scho was, oda?
      Bis bald, liebe Uschi und Co.
      Arivederci, a domani (oder Übermorgen, oder Überübermorgen...)

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