Wie gesagt kriegen wir einfach nicht die Kurve vor 12 Uhr das Hotel zu verlassen, aber wir sind ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Langer Rede, kurzer Sinn, auch Heute war es wieder so. Unser Tagesplan sah vor erst einmal dem über 2.400 Jahre alten Olivenbaum einen Besuch abzustatten.
Damit sich für uns der Kreis schließt, mit dem asbachuralten Feigenbaum in Santa Barbara von vor 8 Jahren. Auch ein prächtiges Exemplar von einem Bäumchen. Unspektakulär aber sagenhaft in Szene gesetzt. Wer es nicht weiß, stolpert nicht unbedingt über diese Sehenswürdigkeit. Der Eintritt von 1,-€ war schon okay (pro Nase), da damit ja auch Instandhaltung finanziert wird. Zu bemängeln haben wir den zerlegten Brunnen, wäre schön gewesen das Dingens in Funktion zu sehen. Das Areal an sich war von einem zutraulichen Hütehund, einer hübschen gescheckten Katze und einer deutschsprachigen Kassenwärtin 'bewacht'. Wenn ich in der Nähe arbeiten würde, würde ich da oft meine Mittagspause verbringen, das ist mal klar.
Im Anschluß, es war schon gegen 14 Uhr geworden, machten wir uns auf das Büro von Michael, dem 'König von Montenegro' zu finden. Erst schickte uns Google im Kreis herum und dann taten wir uns schwer ohne Hausnummer irgendwas zu finden. Aber, wir wußten ja wie der junge Mann aussieht und plötzlich lief er da in einem Hof herum. Unter großem 'Hallo' saßen wir dann für eine Stunde und einen netten Plausch in seinem Büro.
Wir brauchten unbedingt noch kurz die Info ob man wirklich bis hinter zum Leuchtturm fahren darf, denn ich hatte irgendwas in Erinnerung, man müsse die letzten 700 Meter zu Fuß gehen. Da war ich aber fehlinformiert. Man kann tatsächlich bis vor's Loch, pardon, vor Stankos Haustüre fahren.
Irgendwie hatte ich jetzt einen pompösen, riesigen Leuchtturm erwartet, natürlich mit roten und weißen Streifen *kleinmädchenvorstellungen*... Weit gefehlt. Der Turm ist nur ganze 27 Meter hoch (korrigiert mich, falls ich falsch liege) und ist vom Wasser aus halt der höchste Punkt.
Stanko hat den Job dort seit 10 Jahren und hatte Heute Besuch von einem Freund von außerhalb. Dieser, jener, welcher sprach zum Glück soviel deutsch wie wir bosnisch und so kam eine Unterhaltung in Gang. Eine lustige wohlgemerkt. Die beiden Männer kamen wohl gerade von einer Schwimmrunde in der Adria, denn der Eine saß dort nur in Badehose. Beide Kerle schön braungebrannt und in unserem Alter (so um die 50).
![]() |
| Stanko und sein Kumpel aus Belgrad (rechts) |
![]() |
| Stanko (Mitte), derzeit ältester und einziger Leuchtturmwärter Montenegros |
![]() |
| Der Belgrader (links) und Regina (rechts) von oben |
So fand ich heraus, daß Stanko verheiratet ist, er zwei Söhne im Alter unserer Tochter hat und die Drei (Frau und Kinder) 10 km weit weg wohnen. Stanko hat nie Urlaub, aber den braucht er auch nicht, so schön wie der Ort hier ist, sagt er. Immer Party, meinten beide nur, auch wenn ich glaube es ist eher einsam. Die Winter seien recht kalt, meinte er nur.
Kochen tut er selber, oder grillen und halt in nahegelegene Ristorans (bosnisch geschrieben) gehen. Er ist eigentlich immer dort, renoviert gerade den Turm (innen) um dort wohnen zu können. Der Turm selber muß nicht mehr bestiegen werden, es läuft Alles automatisch und so abenteuerlich war wohl auch Peters Aufstieg...
Sie haben verweigert Geld für den Kaffee oder sonstwas zu nehmen. Putzig, oder?
| Suchbild mit Peter |
Mittagessen hatten wir ja ausfallen lassen, ein kleines Hüngerle war also da, für ein vorgezogenes Abendessen. Dieser Drang führte uns zum Cevapcici-Essen nach Ulcjne, zu Pojo, der angeblich das Beste in Montenegro macht. Es war Peter jedoch nicht durch genug, er fand das in der Pampa letztens besser. Ich mochte beide, sofern man Cevapcici mag. *grins*
Dafür bekamen wir als Nachtisch grüne Melone mit einer Art Weichkäse. Auch sehr lecker.
Schnell noch ein Selfie mit dem Besitzer und sein Sohn verwies uns auf's Lokal Avanti und zeigte uns wohin wir laufen müssten. Dort ist Alles fußläufig zu erreichen, auch für mich, wir waren sozusagen auf der Prachtmeile der Stadt unterwegs.
| Peter beim Genießen |
| Grace Kelly Gedächtnis-Halstuch... |
| Hier wohnt Stanko derzeit, dahinter steht erst der Leuchtturm |
Eure vollgefressenen Weltenbummler.
Zbogom (Auf Wiedersehen)
[Meine 5. neue Vokabel]















Das war ein Urlaubstag, wie ich ihn mir vorstellte.
AntwortenLöschenNette Leute treffen und Quatschen, wenn auch teilweise mit Zeichensprache.
Gut Essen in normalen, landestypischen Lokalen.
Rund um: Einfach gut gehen lassen.
Da stimme ich Dir vollkommen zu, Peter. Dieser Tag, der uns beiden am Besten gefallen hat, scheint unsere Mitleser am Wenigsten beeindruckt zu haben *erstaunt*! Aber vielleicht schreibt uns ja noch Jemand was dazu? *winkt mit zaun*
LöschenHi Urlauber, schöne Bilder habt ihr gemacht! Ihr hättet auch ruhig noch a bisserl Sonne mitbringen können! Bis bald dann mal wieder, liebe Grüßle *winkt*
AntwortenLöschenTja, irgendwie hat das mit der Sonne bestellen noch nicht so recht geklappt. Frustriert uns auch. Da sehnt man sich gleich wieder nach Urlaub. Ja, Fotos sin' schee, ge? War auch in echt toll... *zwinker* Biba, junge Frau.
Löschen👍👍👍👍👍👍
AntwortenLöschenDiese sechs Mitglieder aus der Facebook-Montenegro-Gruppe mögen unseren Montenegro-Urlaubsblog...
Holger Heinrich - Marion Brandmeyer - Uta Bajohra - Michael Hasselbach - Claudia Schmelt UND Na Dine Ma
Vielen Dank dafür!