Montag, 21. Oktober 2019

Sonntag - So ein wunderschöner Tag

Guten Morgen, bzw. schönen Montagvormittag, liebe Daheim Gebliebene. Verzeiht, falls ich irgendwelche Details vorenthalte, aber sonst haben wir Euch ja nichts mehr zu erzählen, wenn wir wieder Daheim sind. Und in der Kürze der Zeit - wir sind schon wieder auf dem Sprung - wollen wir Euch ja nur einen Überblick verschaffen.

Der Einfall, die Nacht der Anreise ‚durchzumachen‘, war zwar gut, aber anstrengend. Ich, für meinen Teil, bin Freitag morgens um 6 Uhr aufgestanden und abends um circa 19 Uhr war Zuhause die Abfahrt. Im Hotelbett angekommen bin ich dann tatsächlich erst am Samstagabend um 23 Uhr. Summa summarum 41 Stunden am Stück, das Meiste davon, ob meines Gesundheitszustandes, natürlich nüchtern, teils ohne Flüssigkeitsaufnahme, einfach zur Sicherheit gegen Klounfälle. Auch meine Medikamente gab’s dann erst komprimiert und spät, aber wie sagt der Schwabe? Basst scho.

Zug-zum-Flug klingt zwar chillig, war’s dann leider doch nicht. Laßt es mich so sagen, das Entertainment während der Fahrt war gut (FC Bayern Fans, zwei merkwürdige Pärchen und das trotz Platzreservierung), ab Köln waren die Mitreisenden dann eher Leute mit Migrationshintergrund und sehr jung (immerhin war es ja Fortgehabend), sehr laut, sehr eng. Doch irgendwann trafen wir schließlich endlich, übermüdet und viel zu früh - denn nicht mal die Lokalitäten hatten auf dem Düsseldorfer Flughafen offen, erst ab 3 Uhr - usw. usf. am DUS (Düsseldorfer Flughafen) ein. Der Skytrain (Zubringerzug am Airport) war noch nicht einmal verfügbar (einfach zu früh), wir mussten einen Shuttlebus zum Terminal nehmen, einchecken, unsere Bordkarten selbst ausdrucken, Koffer abgeben und waren dann unter den Ersten, die auf den Flieger warteten. Gegen 6 Uhr früh am Sonntag tauchte das Personal auf, wir checkten ein und ein Bus karrte uns zum Flieger, vorbei an einem Thomas Cook Flugzeug (!). Diesmal saßen wir hinten, hatten also die Tragflächen beim fotografiern nicht sonderlich im Visier. 
PG-PEACE (Frieden) muß ich sonst noch was sagen?
Um es abzukürzen… nach dem üblichen Ankunftsprozedere und ohne Probleme mit der Medikamenteneinfuhr, waren wir dann um 9 Uhr tatsächlich beim Autovermieter vor Ort (in Tivat auf Montenegro), nahmen unseren geliehenen EOS (definitiv eine schlechter ausgestattete Version unseres Jetzigen Daheim) in Augenschein. Die Kommunikation funzte auf deutsch, englisch und bosnisch durcheinander und natürlich mit Händen und Füssen. Wir wissen noch nicht so ganz genau ob wir mit der Autoversicherung über den Tisch gezogen wurden, fuhren dann aber irgendwann glücklich davon, in Richtung Hotel Rivijera in Petrovac.

Ohne unseren allseits beliebten Montenegro-Experten Michael auf uns gestellt (nur zum Verständnis, er ist so lieb uns Tips zu geben, an denen er bisher Nichts verdient und natürlich hat er anderweitig zu tun, dennoch steht er mit Rat und Tat parat) haben wir kurzerhand Rast eingelegt ohne bisher im Hotel einzuschecken. Mit offenem Verdeck unterwegs. *ZACK* rangefahren wo es besonders idyllisch aussah.






Leider ist die Übersetzungs-App bisher ausgefallen, wegen mangelndem WLAN und Michael und Sandra haben uns ja davon abgeraten kroatisch zu benutzen, das Einzige was die App offline anbieten würde… Daher waren wir auf deren gebrochenes Englisch, unsere fünf Brocken auswendig gelerntes Bosnisch und Hände und Füße angewiesen, was eigentlich recht lustig ist. Bis auf zwei mürrische Einheimische im Flughafen und im Hotel, kommen wir eigentlich ganz gut damit zurecht. Die Leute sind tatsächlich recht glücklich wenn wir uns wenigstens bemühen. Dem Marco Polo Taschenratgeber sei Dank.

Wir verleibten uns ein besonders leckeres und preiswertes Frühstück ein. Und ich muß Euch sagen: das DUFTET hier sagenhaft! Die Natur meine ich. 26 Grad Sonne, die nahe Adria und frisch gemähtes Gras unter uns… so muß Sommer riechen! Herrlich warm, sonnig und einfach schön! Endlich ausspannen. Uns geht es gut.

Danach zuckelten wir gemütlich weiter zum Hotel. Es war einfach zu warm, hihihi. Wir mußten definitiv Klamotten wechseln, raus aus dem deutschen Herbstklamottengedöns, rein in Sommersachen und ab in’s offene Cabrio gehüpft und die Panoramica Road 3D entlang gezuckelt, da wir leider Michael verpasst haben, der in Virpazar, sprich über den Skadarsee, Touris bespaßt hat. Ohne bosnisch kamen wir da nicht weit, sind dann aber einfach so los, da die Straße schöne Aussichten in die Landschaft versprach.

Der Zustand der Straße war zwar abenteuerlich (Schlaglöcher, abgebröckelter Asphalt) aber lustig war’s dennoch. Peter sauste durch Serpentinen und Haarnadelkurven, über Bodenwellen und haarscharf an Abgründen (meistens auf der Beifahrerseite) vorbei, daß es einem Angst und bang werden hätte können. Wir begegneten Kühen, mitten auf der Straße und auch einem Straßenköter, der aussah wie Rantanplan aus Lucky Luke.

Doch plötzlich kamen wir an einer Ruine vorbei, die wir fotografieren wollten. Also kurzerhand Rückwärtsgang eingelegt und wir versahen uns bei sehr freundlichen Einheimischen angekommen, die uns zum Essen ‚einluden‘ (natürlich nicht auf deren Kosten), in einem zwar ramponierten, aber ebenfalls sehr idyllischem Biergarten mit Blick über ein bergiges, grünes Tal, Blick auf die Adria und vielen jungen Leuten.






Jeder verstand einen Brocken deutsch, einer konnte gut englisch, hatte in Deutschland gearbeitet und so verhalf man uns zu einem vorgezogenen und aus dem Ärmel geschüttelten Abendessen von Cevapcici, Oliven und frischen Zwiebeln, mit ganz leckerem Brot, das wie Riesen-Toastbrot-Semmeln schmeckte. Wir waren voll, ist das Mindeste was ich behaupten kann. Zwar ohne alkoholfreies Bier, aber doch mit Cola und Mineralwasser, angekuschelt von wilden Katzen und einem herzigen Welpen, die alle nicht bettelten, aber gestreichelt werden wollten, was wir natürlich tunlichst machten.

Mit großem Zdravo, tschüß und ciao wurden wir mit viel hvala verabschiedet und können uns für diese Gastfreundschaft nur herzlich bedanken. Peter meinte nur das hätte ihn für alles andere Schlechte des Tages entschädigt. Wir kurvten dann, im wahrsten Sinne des Wortes, weiter zurück zum Hotel und sind gefühlt einmal rund um Lummerland gefahren. Es war (offen) auch nicht zu kalt oder zu windig, wir noch zur Abendessenszeit zurück im Hotel, aßen z.B. Miesmuscheln (er) und Nachtisch (ich) um meine Gelüste nach süß-sauer zu befriedigen.

Spätabends noch eine genauere Route für den heutigen Tag ausgetüftelt und flugs und husch husch ab in’s Körbchen.

Mit Startschwierigkeiten und Zeitverzögerung in den Montag gestartet, denn es ist gleich Mittag und wir noch im Hotel. Wir sind wieder autark, da Michael andere Pläne hat, aber wir haben von ihm viele Links und Hinweise erhalten, wofür wir ‚forever so greatful‘ ihm auf ewig dankbar sind. Hoffentlich treffen wir ihn bald mal in Person, während wir weiter fleißig urlauben.

So, schnell noch ein paar Fotos für Euch und auf und davon sind wir… Zdravo!

Nachtrag, auf Grund Peters Kommentar unten:
Versteckt hinter den Bäumen rechts, auf der Anhöhe... geht der Biergarten weiter, mit Bombenblick! 
Besagter Obelisk... Keine Ahnung wofür der steht. (Vielleicht gehört er zu Obelix' Sammlung?)

10 Kommentare:

  1. Da steh ich auch voll drauf: Steile Abhänge auf der Beifahrerseite.
    Das schlimmste war mal in Spanien, in nem Bus, ne enge Serpentinenstraße den Berg rauf. Ich saß ganz hinten und konnte bei jeder Kurve in den Abgrund blicken. Dachte mir nur, hoffentlich bleibt auch der letzte Reifen auf der Straße.

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  2. Antworten
    1. Ty for checking out them pics. We love our vacation so far! Wonderful weather, very nice people.

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  3. Herrschafftszeiten wieder falsch geklickt, muss nochmal alles schreiben, eure Hinreise sehr abenteuerlich, zu zweit verkraftet man es, Ziel erreicht, Land und Leute kennen zu lernen seit ihr gerade dabei, schon allein das warme Klima könnte man ins schwärmen kommen,ihr seit flexibel und nehmt euch das mit das euch jetzt begegnet in diesem Urlaub, wünsche euch nur schöne Begebenheiten, eure hanni

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    1. Wir fühlen uns schon fast unverschämt gut, Hanni, das stimmt. Das mediterrane Flair schwingt einfach überall mit und das macht den Urlaub so entspannend für uns. Die regen sich nicht gleich so auf im Straßenverkehr, oder beschimpfen sich mal eben wieder wild, bloß um sich dann gleich wieder freundlich anzuhupen um sich zu begrüßen. Und fahren tun sie wie die Römer, ohne Rücksicht auf Verluste. Du müsstest das hier bloß mal duften und schmecken können. Land und Leute sind hier echt toll, auch wenn wir keinen Pieps verstehen, wir machen halt mal mit. *grins* Also ich habe momentan noch keinen Drang zu den grummeligen Deutschen und dem Schmuddelwetter, der Kälte zurückzukehren.

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  4. Hallo ihr zwei ,
    Nach eurer Odyssee seid ihr ja dann doch noch gut gelandet — zum Glück .
    Nach der Autofahrt mit dem Capriolett ��— Beifahrer mit Abgrund��— nix für mich — habt ihr ja eure Unterkunft doch noch erreicht — aber die Gegend ist schön Schöne Tage noch lg Uschi und Karl

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    1. Ja, also ich habe die abschüßige Seite auch lieber auf seiner Fahrerseite. Ich schau dann am Besten nicht nach unten, hihihi. Hotel ist sehr schön, wie auch die Gegend. Schöne Tage werden wir bestimmt haben! Re-lG, Regina

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  5. Hallo Zusammen,
    sollte jemand von Euch mal in den Biergarten oder zum Obelisken wollen, ich habe für Beides die Geodaten ermittelt:
    Obelisk: 42°08'27.7"N+19°08'08.4"E
    Biergarten: 42°08'43.8"N+19°07'20.6"E

    Wenn Ihr mit Google-Maps navigiert ist als Ziel folgendes einzugeben:
    Obelisk: 42.141026, 19.1356668
    Biergarten: 42.145510, 19.122376

    Viel Spaß dabei.

    Gruß

    Peter

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    1. So a braver Mo' *zwinker* Da muß ich ja gleich zwingend die beiden Fotos dazu aus dem Internet hochladen. *grins*

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