Donnerstag, 24. Oktober 2019

Mittwoch - Gewusel und Wasser

Liebe Mitleser, oder soll ich Euch 'Mitreisende' nennen?

Auch unser Mittwoch ließ sich erst mittags beginnen, aus gesundheitlichen Gründen und weil er sich halt zäh anließ und wir vom Hundertsten mal wieder in's Tausendste kamen. Und schlafen muß der Urlauber schließlich auch irgendwann einmal.

Vorweg kann ich nehmen, daß wir es dennoch rechtzeitig zum Vollpension-Abendessen zurück in's Hotel schafften. Peter 'flog' das ein oder andere Mal unter dem Radar und so holten wir Zeit auf.

Doch eins nach dem anderen...

Heute führte uns unser Weg nach Kotor (einziges Kulturdenkmal der UNESCO in Montenegro). Das bekamen wir bekanntermaßen von verschiedenen Seiten an's Herz gelegt. Gesagt, getan. Kotor ist eine größere Stadt, von Kreuzfahrtschiffen und Touristen beherrscht. Trotzdem beschloßen wir die Altstadt in Augenschein zu nehmen.

>>Bericht Regina Ende<<
>>Bericht Peter Anfang<<

Die Altstadt selbst ist nicht sehr groß, aber verschachtelt ohne Ende. Der Stadtplan  - den wir an einem der Eingangstore erhielten, hatten wir erst auf englisch bekommen und mussten nochmal tauschen - war auch wenig hilfreich sich zurechtzufinden. Der war nämlich nicht wie eine normale Landkarte in der Vogelperspektive, sondern so halb dreidimensional.

Also haben wir uns so ungefähr orientiert und fanden auch recht schnell, so weit es der Massentourismus zuließ, zur St. Tryphon Kathedrale. Dort mussten wir 3 €/Person Eintritt zahlen. War zwar ärgerlich, aber im Nachhinein okay.
In beiden Seitenschiffen werden im Obergeschoß kirchliche Reliquien ausgestellt und von der Terasse zwischen den beiden Kirchtürmen hat man einen schönen Blick auf den 'Pjaca od "Irgendwas"'.
Ob die Gruppe Rabiner, die dort unten diskutierten, wohl rein sind? Wir werden es niemals erfahren.



Hier sind, mittig, die 4 Rabbiner zu sehen...



Kotor wird auch die Stadt der Katzen genannt. Beim weiteren Durchschlendern und -schlängeln Richtung St. Nicolas konnte man auch jede Menge dieser Exemplare an den unmöglichsten Stellen laufen und faul rumliegen sehen.
St. Nicolas ist eine von 12 Kirchen, deren schöne Kuppel wir schon vom Parkplatz aus sehen konnten und deshalb auch anschauen wollten. Hier war kein Eintrittsgeld fällig. Gut, ist halt eine griechisch-orthodoxe Kirche und keine katholische. Gerade die sollte eigentlich selbst genug Geld haben und darauf verzichten können.

Auf dem Weg dorthin haben wir dann auch einen der drei Zugänge zu den Mauern der alten Befestigungsanlage, die sich über 4,5 km Länge bis in eine Höhe von 260 Metern auf dem Berg San Giovanni erstreckt, gefunden. Auch hierfür ist ein Eintrittsgeld von 8€ fällig. Kontrolle mit Drehkreuz und Scanner für den QR-Code auf der Eintrittskarte - echt professionell gemacht.

Der Weg ist aber allen Fußkranken, Kreuzlahmen und Leuten mit Herzproblemen nicht zu empfehlen. Also auch nichts für Regina - leider.
Daher machte ich mich alleine auf den Weg, rannte sozusagen den Berg rauf und hielt immer wieder für einen tollen Ausblick inne. So entstanden auch ein paar wirklich schöne Bilder mit Blick über die gesamte Altstadt mit Hafen und Passagierschiff.

Regina zwangspausierte in der Nähe des zweiten Stadttores und fotografierte ein paar Katzen. Um sie nicht zu lange warten zu lassen ging ich lediglich die untere, parallel verlaufende Mauer entlang und kam bei der St. Tryphon Kathedrale wieder in die Altstadt.













Auf dem Weg zurück zu Regina, fand ich auch noch "Cats of Kotor", DER Katzenladen schlechthin. Alle anderen Touri-Läden bieten hierzu verglichen nur Schrott bzw. Massenware. Bei Cats of Kotor ist alles handgefertigt und teilweise gibt es sogar Unikate. Den Laden wollte sich Regina dann auch nicht entgehen lassen, daher schauten wir nach einer kurzen Verschnaufpause für mich nochmals gemeinsam dort hinein.

Danach also noch St. Nicolas angeschaut und raus aus der Masse Richtung Auto. Denkste, gleich danach haben wir dort im Hinterhof neben St. Nicolas noch den echt sehenswerten Stadtbazar entdeckt, der seit 2018 betrieben wird.

Nach einem kurzen Blick in St. Klara ging's dann wirklich zum Auto. Parken war echt günstig. 3,20€ für bis zu 4 Std. in Augsburg oder sonstwo in Deutschlands Innenstädten undenkbar. 
Nun ging es endlich mit dem Auto, auf Anraten von Michael - dem "König von Montenegro" - weiter nach Perast und von dortaus per Schiffstaxi zu zwei kleinen, vorgelagerten Inseln.









Perast ist, lt. Google Maps, nicht mal ein eigener Ort, sondern nur eine Region mit einem kleinen Küstenstreifen. Dort finden sich mehrere Hotels, Restaurants und Cafés, entlang der sehr engen Promenade, die wir natürlich trotzdem durchfuhren und unser Cabrio an einem der beiden öffentlichen Parkplätze abstellten.
Gleich wurden wir von "Diana", einer sehr netten jüngeren Frau angesprochen, ob wir nicht ein Schiffstaxi benötigten, von dem eines Ihr Mann chauffiert.
Diana versorgte Regina auch gleich mit ein paar Infos zu einer der beiden, für die Öffentlichkeit zugänglichen, Inseln.

"Our Lady of the Rocks" wird die Kirche genannt. Das ist eine kleine, aber sehr schöne Kirche, die auch oft für Hochzeiten genutzt wird. Als wir da waren hatte auch gerade ein Paar geheiratet.
Der Legende nach soll es dem Brautpaar Glück bringen, wenn der Brautstrauß dort gelassen wird, weshalb auch einige alte Sträuße zu sehen waren.

Zeitgleich war eine Gruppe Schweizer auf der Insel.
Einer davon spielte sogar auf einer Art Trompete, artverwandt mit dem Alphorn, eine nette Melodie. (Anmerkung Regina: muß man sich vorstellen wie die Sirenen, die die Fischer ablenkten, wodurch ihre Boote an den Felsen zerschellten. Wie bei Arielle oder so. *zwinker*)
















Nach erfolgreicher Besichtigung unsererseits, wurden wir vom Wassertaxi wieder abgeholt, noch eine Rundfahrt um die zwei Inseln herum und zurück zur Promenade. Die 15€ für beide zusammen, fanden wir durchaus angemessen.

Dem schönen und wieder glasklaren Meer konnte ich nicht länger widerstehen und schwamm noch eine Runde.
Bevor wir uns wieder Richtung Heimathotel machten, besuchten wir noch eines der Cafés und ließen den schönen Tag bei einem Eiskaffee ausklingen.

So das war's diesmal von Peter.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Eure Kommentare.

5 Kommentare:

  1. Muss immer wieder den blauen Himmel bewundern und das schöne Wasser, anscheinend noch wirklich klar und unverbraucht, ich glaube da hätte ich auch nicht mehr mithalten können, das auf und ab -die vielen Treppen, wenn man die Bilder anschaut Urlaubs Feeling pur, gönnt euch noch gutes essen und viele schöne Momente, eure Hanni

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  2. So Hanni, jetzt haben wir den Salat, eben war meine gesamte, lange Antwort an Dich (vom Handy geschrieben) auch komplett weg. *ärgert sich*
    Mal sehen ob ich den Inhalt nochmal zusammenkriege:
    Habe Dir bezüglich des glasklaren Wassers hier in Montenegro zugestimmt. Nicht umsonst sah Peter in der Tiefe im Niagarafall einen Frosch tauchen, die Katzen ab und zu im ungechlorten Pool trinken und man sieht wirklich bis an den Boden der Adria (samt Seetang). Sagenhaft sauberes Wasser hier. Peter sagt, ein Zeichen dafür wie 'gesund' das Ökosystem hier noch ist.
    Was den blauen Himmel angeht stimme ich Dir hundertprozentig zu. Nicht ohne Grund fahren wir ständig mit offenem Verdeck. Mich hat es nur heute ein wenig 'gefröstelt', denn statt der sonst 24, 26, 28 Grad hatten wir (abends, nach Sonnenuntergang), nur noch kühle 18,5°C im Auto. Daher hatte ich ein Grace-Kelly-Gedenk-Kopftuch auf. LOL Bis Peter dann das Verdeck schloß, mir zuliebe, und nur noch das Schiebedach öffnete. *luxusprobleme*
    Was meine Fitness angeht, finde ich, schlage ich mich eigentlich recht gut. Hatte nur Gestern ein kleines Tief, wegen Halsschmerzen und inzwischen 20 (!) Mückenstichen. Oder Peter ist sehr geduldig mit seiner dicken, unsportlichen Frau? Man weiß es nicht. Obwohl sowohl der Leuchtturmwärter Heute, als auch sein Freund es vehement abstritten, daß ich dick wäre. International verneinendes Kopfschütteln um mich rum. Wahrscheinlich bin ich bloß faul und unwillig und habe das zu meinem Nutzen hergenommen. Peter ist brav überall rumgekraxelt und rumgeschwommen (alleine), damit es für mich bloß ja nicht zu anstrengend wurde, denn bekannterweise ist alles über 21°C meiner Krankheit nicht besonders zuträglich. *phlegmathisch*
    Jedenfalls ist es wunderschön hier, die Leute supersaufreundlich und die Auszeit einfach genial.
    Ich wünsch' Dir was im nebeligen Deutschland. Macht einfach auch mal Urlaub hier. Preiswert ist es auch noch! Gute Nacht.

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  3. Anscheinend waren es diesmal wenig Kommentare (Montenegro-Reise), weil Viele mit Blogger zu kämpfen hatten, auch wir. Das demotiviert immer ungemein Euch zu berichten, wenn wir keine Reaktionen darauf von Euch erhalten. Dann erreichte uns Uschis E-Mail, in die sie kurzerhand drei Kommentare reinpackte (die wir bereits verwurschtelt haben, sprich, an die entsprechenden Stellen eingefügt haben), und das stand noch dabei:

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    1. Also ich mach es jetzt so ———
      entweder bin ich zu blöde um einen Kommentar einzufügen oder es geht bei mir wirklich nicht

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  4. Also Uschi, es liegt wirklich nicht an Dir. Die Software ist extrem schwer zu händeln. Blogger scheint nur den Browser Chrome und am Besten vom Rechner zu mögen. Wie wir schon vorher erwähnten, am Besten den eigenen Kommentar markieren und kopieren, damit er in der Zwischenablage liegt und dann erst auf Enter drücken, dann kann man ihn später wenigstens noch einmal einfügen. Mich persönlich treiben die Captchas in den Wahnsinn, denn ich pflege Eure Facebook-Kommentare immer hier auf diese Webseite ein und da meint deren System ich sei ein Roboter. Leider hat bisher weder die Birgit W. die auch über ihre Urlaube bloggt und ich auch nicht, eine bessere Bloggerseite gefunden. *seufz* Seid einfach geduldig. Wir leiden mit Euch! GlG, die Weltenbummlerin.

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