Nach dem
Frühstück standen zwei Herren von der Autovermietung vor uns und… verließen uns
leider wieder recht bald unverrichteter Dinge. *entsetzt* DENN LEIDER… hätten
wir mit deren Auto bloß im Norden bleiben dürfen/müssen. Nachdem ich bei der
Rezeptionistin ‚rumgestänkert‘ hatte, hat sie ganz lieb zu uns gesagt, daß
weder die Türken noch die Griechen etwas dagegen hätten, daß wir die Pufferzone
überqueren, sondern nur deren Regierungen. Echt knifflig und nervig, deren
Konflikt.
Wir sahen
schon all unsere Felle davonschwimmen, als sich der eine ‚Alde‘ mit einem anderen
‚Alden‘ (Alda) kurzgeschlossen hatte und uns einfach eine andere Firma
vermittelte, denn zuerst hieß es… *schulterzuck* dann kriegen sie halt kein
Auto! *ENTSETZT* dann wäre unsere gesamte Urlaubsplanung dahin gewesen!!
Innerhalb einer Stunde hatten wir den zweiten Heini, der uns im Jeep abholt, an
der Angel. Wir müssen in sein Office, hieß es. Dort saß die Matrona und wachte
mit finsterer Miene über Alles.
Ich kann
jetzt nicht mehr nachvollziehen wie das Alles zuging, wir wollten jedenfalls
keinen Jeep und kriegten jetzt ein Cabrio ‚verordnet‘ (!). Zweisitzer, man
braucht einen Schuhlöffel zum Einsteigen. Und man bedenke: LINKSVERKEHR. Die
Schaltung also links und die Gänge anders angelegt. Aber… Peter schafft das.
Wir lassen zwar kein Schlagloch aus und sind rasant unterwegs, aber wir
‚fliegen unter‘m Radar‘ sozusagen.
Kosten tut
uns der Spaß nur 150 Euro für fünf Tage. Kann man nicht meckern, oder? Plus 25
Euro Versicherung für Griechenland und den Sprit müssen wir halt zahlen. Wir
bringen das Ding am letzten Tag zurück zur Autovermietung und der nette
Angestellte kurvt uns dann zurück in‘s Hotel.
Damit
dürfen wir beide Landesteile befahren, müssen aber mit unserem Vorhaben bis
Montag warten. DANN müssen wir einen bestimmten Grenzübergang benutzen, damit
DORT die Papiere von beiden Ländern/Regierungen abgesegnet werden können und
wir die 25 Mäuse zahlen können.
Wir waren
nicht erfreut uns hier auf Nordzypern nochmal zwei Tage bespaßen zu müssen,
aber auch das haben wir gut rumgekriegt. Der Merhaba von der Autovermietung hat
uns auf der Landkarte eingezeichnet was der Touri sich so Alles ansehen MUSS.
Die Anregungen haben wir uns zu Herzen genommen und fahren Heute also zum
Mafia-Haus (Mavi Kosk oder so ähnlich). Al Capone war da zwar nicht zu
bestaunen, aber die Hinterlassenschaften des Byron Pavlides.
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| Byron Pavlides |
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| Rotes Zimmer |
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| Blaues Zimmer |
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| Erdbebenstatue hinten |
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| Hier floß der Wein in Strömen |
Er hatte
sich im Jahre 1957 diesen Traum von Haus (wer’s mag) erfüllt. Tourguide war ich
selbst, sie hatten mir eine englische Broschüre in die Hand gedrückt und ließen
uns zu zweit als Gruppe losmarschieren. Teils mit Tüten auf den Füßen, um die
verwahrlosten Teppiche zu schonen. Ich habe Peter versucht Alles
auszudeutschen, während er heimlich und unvorschriftsmäßig fotografierte.
Übrigens wäre das Gelände des ‚Blue Mansion‘ mit Bus schlecht zu besuchen, da
jeder Führerschein kontrolliert wird und abgegeben werden muß. Schwer
bewaffnete Soldaten bewachen dort das blaue Haus. Warum? Keine Ahnung.
Verzeiht
falls ich die Geschichte nicht akurat und vollständig wiedergeben kann, es war
einfach zuviel Info. Der gute Mann Pavlides hat jedenfalls Alles im Stil der
60er Jahre eingerichtet. Es gibt dort z.B. ein gelbes Zimmer (für Kinder), ein
rotes, ein grünes und ein blaues. Einen schönen Pool, so Etwas wie ein
Amphitheater im Garten, in der Mitte des Hauses eine Statue, falls die
runterfällt hört man das im ganzen Haus und weiß es gibt ein Erdbeben. Das
gelbe Zimmer ist sogar erdbebensicher gebaut. Und so die eine oder andere
historische Tatsache und Einrichtung gab’s ebenfalls zu bestaunen, aber das
habe ich entweder verdrängt oder es ist mir schlichtweg entfallen. Ich muß
daheim also noch recherchieren und werde dann nachträglich detaillierteTouri-Info
schreiben, okay?
Herr Byron
Pavlides kommt jedenfalls aus reichem Hause, deren Business war der Handel mit Motoren. Mit diesem
Geld konnte er das Haus bauen, welches von unten nicht zu erkennen ist, selbst
wenn man am Stausee steht. Somit eignete es sich gut für Schmuggel, was auch
intensiv betrieben wurde und die Prominenz gab sich dort ebenfalls die
Türklinken in die Hand.
Auf jeden
Fall wurde dieser kriminelle Mensch im Jahre 1986 von einem Türken in Italien
erschoßen, Punkt.
Warum nun
das Militär seine Hinterlassenschaften bewacht? Frau weiß es nicht. Aber schöne
Fotos, schaut selbst…
Und so ganz
nebenbei sind uns dort noch vier Amis begegnet, die mit uns der Meinung waren,
daß das ganze Setting (Ambiente) dort schon arg dem Hearst Castle in
Kalifornien ähnelt. Andere Umstände okay, doch sehr ähnlich.
Wir
beendeten den Tag mit einer rasanten oben-ohne-Fahrt an’s Meer. Damit der Bua
endlich das Meer sieht und seine Füße in’s Wasser stecken konnte. Außerdem
hatte er noch ein intensives Gespräch mit (nein, keinem Schwein *insider*)
sondern mit seinem ersten Esel.



















Hast Du wieder sehr gut geschrieben.
AntwortenLöschenPeter
Danke Dir. Ich gib mir Mühe Alles nochmal Revue passieren zu lassen.
LöschenOh da habt ihr aber ein bisschen „Stress „ mit den Autoverleihern gehabt …aber geht doch .
AntwortenLöschenWieder mal ein sehr aufschlussreicher und interessanter Beitrag
Der Sprechende Esel ist cool hahaha
Liebe grüsse Uschi
Ja Uschi, dafür muß man schon in 'Esianisch' ausgebildet sein... und die Autoverleiher (?) man wird sehen was da noch kommt, wo doch das Auto noch einen Monat Versicherung hat. Aber vielleicht waren es ja ehrliche 'Häute'. Gruhuß zurück.
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