Mittwoch, 8. November 2017

4. Tag – Sonntag – Kloster St. Andreas und die Esel

Es regnet… ohne Unterlaß. Ich erinnere: WIR HABEN EIN CABRIO GEMIETET!

So unternahmen wir halt unseren Ausflug im strömenden Regen in die äußerste rechte Landesspitze Nordzyperns feucht fröhlich, mit geschlossenem Verdeck. Es war eine recht holprige Angelegenheit, aber auch das hat Peter bravourös gemeistert. Ausgefranste Straßenränder, Schlaglöcher, Steine, aber wir fanden dank Navi und Karte gut hin.

Hin und wieder (kurz vor dem Kloster) standen Esel einfach mitten auf der Straßen und wichen nicht. Sie warteten geduldig am Autofenster, daß wir Was rausrückten, was wir dann auch taten, wodurch die Eselselfies entstanden. Na okay, wir haben gegenseitig geknipst, aber Ihr wißt was ich meine, oder? Leider gab’s bei uns keine Karotten, nur einen Apfel, den Peter abbiß und die Teile verteilte, aber immerhin. Gnädig ließen uns die einzelnen Esel dann vorbei.
Auf dem Parkplatz vom Kloster ließen uns die Tiere fast nicht aussteigen, vor lauter Betteln und Gier. Peter hat nur gesagt… einfach ignorieren und das hat gefunzt.




Mei schau wia er schaut...

Awh, heute bleibt die Küche kalt!
Wir liefen durch den Regenmatsch zu dem Gebäude und eigentlich ist es nicht recht viel mehr als ein Kirchenraum, mit Anbauten. Unten sieht man alte Grundmauern, die wir halbwegs erklommen. Man sieht auch ein Grab von Jemandem, vielleicht war das ja der Hl. Andreas? Laut unseren Mitreisenden Aiga und Petra konnte man dort nicht nur das heilige Wasser (?) benutzen, sondern auch erstehen. Ich habe nur einen Priester im Talar (Schimonachi = einfacher Mönch) gesehen, einen griechisch-orthodoxen und trübe Flüssigkeit in Plastikflaschen. Petra hat sich wohl das Gesicht damit gewaschen, damit die ‚Biezerl‘ weggehen, hat sie gesagt… 







Aus den davorstehenden Tafeln konnten wir einige Daten entnehmen, die ich jetzt ad hoc auch nicht parat habe, aber wie ich mich dunkel erinnere, ist dieser Wiederaufbau/die Renovation ein gemeinschaftliches Projekt von Türken und Griechen, Muslimen (?) und griechisch Orthodoxen um zu veranschaulichen, daß sie die Dinge nicht nur trennen, sondern sie tätig an der Vereinigung arbeiten. Wenn schon nicht die Regierung, so doch wenigstens die Kirche. Und zwei Putzfrauen schrubbten gerade den Kirchenraum. Der einzige Ort außen wo es nicht tropfte, war von der Galerie der Frauen herab. Das Dach wurde dort nämlich schon wasserdicht gemacht.

Alles in Allem enttäuschend für uns, eine affig lange Fahrt für nicht viel… Zeitvertreib. Wie öde wir das eigentlich fanden haben wir den anderen nicht gesagt, die ja zwei Tage später mit dem Bus dorthin fuhren. Aber die Esel fanden wir witzig, trotz Regen, und wilde Schweine sind uns auch noch begegnet.

So eine Schweinerei, die ham nix für uns...
 
Die restliche Reisegrupe (der Busfahrenden) fand es ganz gut dort, haben sie doch vermutlich ganz gute Informationen vom Reiseleiter Kaya erhalten. Aber Kultur wollten wir uns ja sowieso nicht so geben, also war es auch für uns ganz gut, fad aber okay.







Auf dem Heimweg hatten wir eine atemberaubende Aussicht, mit einem tollen Sonnenuntergang, fuhren wir ja an der Küste entlang. Dort entdeckten wir noch eine Kirche, die wir uns ‚reinzogen‘, die Ayios Thyrsos Kirche. So sind sehr schöne Küsten-, Sonnenuntergangs- und Palmenfotos entstanden. Mit einem bissl Kultur angehaucht.

2 Kommentare:

  1. Tolle Pfotos trotz öde und fad— Kuldur
    Lg Uschi

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    1. Haha, wir haben das Meiste rausgeholt, mehr war nicht, außer vielleich noch Heiliges Wasser... Und ich muß noch Eselselfies nachrüsten, hat Peter gemeint. Kommen daher noch. Re-lG, Regina

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