Mittwoch, 8. November 2017

5. Tag – Montag – Eliouthkia Park und Schwefelquelle

Wir sind jetzt routinierte Grenzgänger. Wir waren ja angewiesen das erste Mal einen bestimmten Grenzübergang zu nehmen, wo wir den Wagen für die griechische Seite versichern mußten. Es mutete Alles ein wenig an wie in der ehemaligen DDR. Am Häuschen beim Zöllner vorfahren, Pässe reinreichen, grimmig angeschaut werden und jaaaa die richtigen Unterlagen vorzeigen, sprich erstmal die türkischen, dann die griechischen, dann unsere Führerscheine und abstempeln lassen. Um es kurz zu machen: griechische Frauen sind stutenbissig. Aber wir sind jetzt für einen Monat versichert, bzw. unser Cabrio…

Endlich durften wir den nördlichen Teil verlassen und machten uns hoffnungsvoll auf die Fahrt zu den botanischen Gärten im Eliouthkia Park in Anarita bei Paphos. Sozusagen bei den sieben Zwergen, da dieser hinter den Aphrodite Bergen gelegen ist. Google hatte es schwer ihn auf der Landkarte zu finden, aber mit Hilfe eines netten Engländers haben wir die Kurve dann doch noch gekriegt.


 


Erstaunlicherweise ist an den Park erstens eine Gärtnerei angeschloßen und zweitens hat der Park eigentlich montags geschlossen. Wir durften trotzdem ohne Eintritt und unbeaufstichtigt (mal abgesehen von der Herrscherin dort, einer Katze) den botanischen Garten erkunden.
Hängetittenbaum (Originalton Peter)
Tatsächlich ist dieser in zehn Bereiche gegliedert, wie z.B. Kakteen, Succulenten, aromatische Pflanzen, Koniferen, Obstbäume, tropische Abteilung, mediterranen Pflanzen, usw.

Zu unserem Leidwesen ist der Park, wie auch unsere beiden Hotels und eigentlich das ganze Land, ein wenig vernachlässigt und bedürfte anhaltender Pflege, vor Allem bei deeeen Temperaturen.

Geknipst haben wir wie verrückt, schöne Pflanzen, toller Pool (Peter war drin) und geduftet hat’s wie in unserem zweiten Hotel. Die Katze war mit unserer Performance ebenfalls zufrieden und geleitete uns graziös hinaus.

Wir machten weiter im Plan, der da gewesen wäre die Schwefelquelle zu besuchen. Leider scheiterte das dann an der Dunkelheit und der Unwissenheit von Google Maps, aaaber dafür gab’s viel schöne Gegend zu bewundern und ich wurde beinahe seekrank vor lauter auf und ab und links und rechts. Wie bei ‚eine Insel mit zwei Bergen‘ *summt*. Schöne Fotos haben wir geschoßen und das Auto ist echt gut in der Kurvenlage! Viele Gesteinsbrocken lagen auf den Bergstraßen, wovon wir zum Glück nicht getroffen wurden.
Und was nun die Quelle anging, bis zum letzten Wegweiser haben wir gefunden, doch dann brach die Dunkelheit ein und uns ging die Lust aus in der Nacht weiter zu forschen. Dieses Mysterium wird uns also verborgen blieben (wie so eine Schwefelquelle eigentlich aussieht, also mir zumindest).
Sulphur Springs = Schwefelquelle
Was wir aber gefunden haben: Natur (ein Wanderweg) und Kultur (eine schöne Büste, eines vermutlich zypriotischen, wichtigen Mannes), das Kloster von Agios Joannis Lambadistis – in der Nacht wunderschön beleuchtet. Welches eigentlich im 11. Jahrhundert dem ersten Bischof von Zypern gewidmet war, namens Agios Irakleidios und auch eine wunderschöne Restauration oder ein Hotel, gleich neben einer riesigen Wasserleitung, die vielleicht, aber auch nur vielleicht etwas mit der Schwefelquelle zu tun haben könnte. Leider wird uns das für immer verborgen bleiben, es sei denn Eva (aus Wien) macht doch irgendwann auf Zypern Urlaub und findet es für uns heraus…



Wie immer... hat den vollen Durchblick: Peter
 

Peter bittet noch um den verblüffenden Hinweis, daß das Kloster zu einem Ort gehört, der zweigeteilt war und nur durch eine Brücke miteinander verbunden war. Das Dorf Kalopanayiotis selbst ist durchzogen von mini gepflasterten Wegen, die selbst mit unserem winzigen Cabrio gerade so zu durchfahren war, größere Fahrzeuge (oder dicke Frauen) *zwinker* dürften da so ihre Schwierigkeiten haben.

Erstaunt hat mich auch daß alle drei Männer, die ich nach Richtungsanweisungen fragte, in der Lage waren sofort auf englisch weiterzuhelfen. Naja, geholften hat’s dann letztendlich zwar nicht, aber freundlich waren sie, die griechischen Männer.

Unser Wagen hatte an dem Tag so seine Macken, das lag aber an den zypriotischen Randsteinen und Kanaldeckeln, die uns letztendlich dann doch wieder in den Schoß unseres türkischen Hotels zurückführten.


Tag over and out.

4 Kommentare:

  1. Schade, dass wir wegen der Suche nach der Schwefelquelle so spät nach Kalopanayiotis kamen. Das Dörfchen wäre einen Spaziergang Wert gewesen.
    Gruß Peter

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    1. Auf jeden Fall, auch die Lokale sahen sehr einladend aus. Gerne wäre ich da auch an dieser Wasserleitung und dem vermeintlichen Hotel/Restaurant hoch gekraxelt. Der Naturtrail sah ebenfalls interessant aus, bestimmt war deswegen auch diese Schulklasse dort, die wir gesehen haben? Doch auch so hat die Berg- und Talfahrt (und die Aussicht) Spaß gemacht! Re-Gruß

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  2. Tolle Bilder und anscheinend auch tolles Wetter (bis auf den Tag im Kloster), da kann man als "Zurückgebliebener" im nasskalten Augsburg richtig neidisch werden (zwinker!)
    Auch informativ und kurzweilig geschrieben - man fühlt sich fast, als wäre man dabei!
    Danke und wieder willkommen im kalten Deutschland ! Zieht euch warm an (grins).
    Grüße
    Claudia

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    1. Danke Dir, liebe Claudia, vor allem für's Mitlesen und Kommentieren, wir kriegen davon nicht genug. Das Kompliment nehme ich gerne an, bemühe mich es auch interessant klingen zu lassen.
      Stimmt, vom Regen waren wir nicht begeistert, aber die 24 bis 27 Grad und Sonne an den anderen Tagen hat es ja wieder wett gemacht.
      Zum Wetter hier... es ist einfach grauslig. Wir sind am Rückreisetag von 24 Grad am Urlaubsort über 21 Grad in Istanbul in unsere schaurigen 7 Grad zurückgekehrt. Es ist richtig deprimierend.
      Wir hoffen mit Dir auf Sonnenschein, oder wenigstens keine Bewölkung, denn über den Wolken strahlt sie heftigst, die Sonne. Wir haben's am Donnerstag ganz genau gesehen (und auf Fotos festgehalten!). *zwinker*
      Grüße zurück,
      Regina

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