Wir
sind jetzt routinierte Grenzgänger. Wir waren ja angewiesen das erste Mal einen
bestimmten Grenzübergang zu nehmen, wo wir den Wagen für die griechische Seite
versichern mußten. Es mutete Alles ein wenig an wie in der ehemaligen DDR. Am
Häuschen beim Zöllner vorfahren, Pässe reinreichen, grimmig angeschaut werden
und jaaaa die richtigen Unterlagen vorzeigen, sprich erstmal die türkischen,
dann die griechischen, dann unsere Führerscheine und abstempeln lassen. Um es
kurz zu machen: griechische Frauen sind stutenbissig. Aber wir sind jetzt für
einen Monat versichert, bzw. unser Cabrio…
Endlich
durften wir den nördlichen Teil verlassen und machten uns hoffnungsvoll auf die
Fahrt zu den botanischen Gärten im Eliouthkia Park in Anarita bei Paphos. Sozusagen
bei den sieben Zwergen, da dieser hinter den Aphrodite Bergen gelegen ist.
Google hatte es schwer ihn auf der Landkarte zu finden, aber mit Hilfe eines
netten Engländers haben wir die Kurve dann doch noch gekriegt.
Erstaunlicherweise
ist an den Park erstens eine Gärtnerei angeschloßen und zweitens hat der Park
eigentlich montags geschlossen. Wir durften trotzdem ohne Eintritt und
unbeaufstichtigt (mal abgesehen von der Herrscherin dort, einer Katze) den
botanischen Garten erkunden.
| Hängetittenbaum (Originalton Peter) |
Tatsächlich
ist dieser in zehn Bereiche gegliedert, wie z.B. Kakteen, Succulenten,
aromatische Pflanzen, Koniferen, Obstbäume, tropische Abteilung, mediterranen
Pflanzen, usw.
Zu
unserem Leidwesen ist der Park, wie auch unsere beiden Hotels und eigentlich
das ganze Land, ein wenig vernachlässigt und bedürfte anhaltender Pflege, vor
Allem bei deeeen Temperaturen.
Geknipst
haben wir wie verrückt, schöne Pflanzen, toller Pool (Peter war drin) und
geduftet hat’s wie in unserem zweiten Hotel. Die Katze war mit unserer
Performance ebenfalls zufrieden und geleitete uns graziös hinaus.
Wir
machten weiter im Plan, der da gewesen wäre die Schwefelquelle zu besuchen.
Leider scheiterte das dann an der Dunkelheit und der Unwissenheit von Google
Maps, aaaber dafür gab’s viel schöne Gegend zu bewundern und ich wurde beinahe
seekrank vor lauter auf und ab und links und rechts. Wie bei ‚eine Insel mit
zwei Bergen‘ *summt*. Schöne Fotos haben wir geschoßen und das Auto ist echt
gut in der Kurvenlage! Viele Gesteinsbrocken lagen auf den Bergstraßen, wovon
wir zum Glück nicht getroffen wurden.
Und
was nun die Quelle anging, bis zum letzten Wegweiser haben wir gefunden, doch
dann brach die Dunkelheit ein und uns ging die Lust aus in der Nacht weiter zu
forschen. Dieses Mysterium wird uns also verborgen blieben (wie so eine
Schwefelquelle eigentlich aussieht, also mir zumindest).
| Sulphur Springs = Schwefelquelle |
Was
wir aber gefunden haben: Natur (ein Wanderweg) und Kultur (eine schöne Büste,
eines vermutlich zypriotischen, wichtigen Mannes), das Kloster von Agios
Joannis Lambadistis – in der Nacht wunderschön beleuchtet. Welches eigentlich im
11. Jahrhundert dem ersten Bischof von Zypern gewidmet war, namens Agios
Irakleidios und auch eine wunderschöne Restauration oder ein Hotel, gleich
neben einer riesigen Wasserleitung, die vielleicht, aber auch nur vielleicht
etwas mit der Schwefelquelle zu tun haben könnte. Leider wird uns das für immer
verborgen bleiben, es sei denn Eva (aus Wien) macht doch irgendwann auf Zypern
Urlaub und findet es für uns heraus…
| Wie immer... hat den vollen Durchblick: Peter |
Peter
bittet noch um den verblüffenden Hinweis, daß das Kloster zu einem Ort gehört,
der zweigeteilt war und nur durch eine Brücke miteinander verbunden war. Das
Dorf Kalopanayiotis selbst ist durchzogen von mini gepflasterten Wegen, die
selbst mit unserem winzigen Cabrio gerade so zu durchfahren war, größere
Fahrzeuge (oder dicke Frauen) *zwinker* dürften da so ihre Schwierigkeiten
haben.
Erstaunt
hat mich auch daß alle drei Männer, die ich nach Richtungsanweisungen fragte,
in der Lage waren sofort auf englisch weiterzuhelfen. Naja, geholften hat’s dann
letztendlich zwar nicht, aber freundlich waren sie, die griechischen Männer.
Unser
Wagen hatte an dem Tag so seine Macken, das lag aber an den zypriotischen Randsteinen
und Kanaldeckeln, die uns letztendlich dann doch wieder in den Schoß unseres
türkischen Hotels zurückführten.
Tag
over and out.


Schade, dass wir wegen der Suche nach der Schwefelquelle so spät nach Kalopanayiotis kamen. Das Dörfchen wäre einen Spaziergang Wert gewesen.
AntwortenLöschenGruß Peter
Auf jeden Fall, auch die Lokale sahen sehr einladend aus. Gerne wäre ich da auch an dieser Wasserleitung und dem vermeintlichen Hotel/Restaurant hoch gekraxelt. Der Naturtrail sah ebenfalls interessant aus, bestimmt war deswegen auch diese Schulklasse dort, die wir gesehen haben? Doch auch so hat die Berg- und Talfahrt (und die Aussicht) Spaß gemacht! Re-Gruß
LöschenTolle Bilder und anscheinend auch tolles Wetter (bis auf den Tag im Kloster), da kann man als "Zurückgebliebener" im nasskalten Augsburg richtig neidisch werden (zwinker!)
AntwortenLöschenAuch informativ und kurzweilig geschrieben - man fühlt sich fast, als wäre man dabei!
Danke und wieder willkommen im kalten Deutschland ! Zieht euch warm an (grins).
Grüße
Claudia
Danke Dir, liebe Claudia, vor allem für's Mitlesen und Kommentieren, wir kriegen davon nicht genug. Das Kompliment nehme ich gerne an, bemühe mich es auch interessant klingen zu lassen.
LöschenStimmt, vom Regen waren wir nicht begeistert, aber die 24 bis 27 Grad und Sonne an den anderen Tagen hat es ja wieder wett gemacht.
Zum Wetter hier... es ist einfach grauslig. Wir sind am Rückreisetag von 24 Grad am Urlaubsort über 21 Grad in Istanbul in unsere schaurigen 7 Grad zurückgekehrt. Es ist richtig deprimierend.
Wir hoffen mit Dir auf Sonnenschein, oder wenigstens keine Bewölkung, denn über den Wolken strahlt sie heftigst, die Sonne. Wir haben's am Donnerstag ganz genau gesehen (und auf Fotos festgehalten!). *zwinker*
Grüße zurück,
Regina