Unser letzter ‚richtiger‘ Urlaubstag ist also
herangebrochen, da wir ja am Donnerstag hauptsächlich zurückreisen werden. Mit
einiger Wehmut beschließen wir auf der türkischen Seite zu bleiben, aber unser
Cabrio schon noch einmal auszukosten. Was uns in dem ganzen Trubel und der
Aktivität noch fehlt sind… Souvenirs und Postkarten. Außerdem wollen wir
endlich ‚richtig‘ an den Strand. Der Wind hat abgeebbt, es regnet nicht mehr
(war ja nur ein Tag Schlechtwetter), doch am Pool oder am Hotelstrand gefällt
es uns nicht für den letzten Tag. *zwinker*.
Bis auf die griechische Seite zu der kleinen Stadt, in
der die Feigenbaumbucht liegt, wollen wir nicht extra fahren, wenn sie auch
sehr schön war und auf Tourismus ausgelegt ist. Da hätten wir bestimmt den
einen oder anderen ‚Fund‘ gemacht. Wohin also? Nikosia ist mir persönlich einen
Tick zu wuselig und zu groß und Peter stimmt auch zu, daß es doch eigentlich in
Kyrenia, wo wir am ersten ‚richtigen‘ Urlaubstag waren (also Freitag) sehr
schön war und es genügend Gruschtelläden gab. Ist ja nicht mein Ding, aber wat
mut, dat mut, ne? Wie der Preiß sagt...
Nochmal ein schönes Frühstück mit unseren bayerischen
Mitstreiterinnen aus ‚in der Nähe von Dingolfing‘ genossen und wir hüpfen in’s
Cabrio. Ab geht’s. Die restliche Reisegruppe hat einen stay-at-home-Tag zur
freien Verfügung und vergnügt sich alleine in Lapta. Zum Teil auch zum
Shoppen. Wir fahren an ihnen vorbei und erhalten noch einen Einkaufs-Auftrag
für Ohrstecker für eine Dreijährige und eine Zehnjährige. Sollten wir
hinkriegen.
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| Shoppen... |
Auch dieses Mal ist uns unser Navi sehr hilfreich, aber
allmählich kennen wir uns schon ohne aus, können ja schließlich Schilder lesen.
Und wir wollen dahin wo Kaya (seines Zeichens Reiseleiter) uns hingeführt
hatte: in den Hafen von Girne/Kyrenia. Das Auto lenkt schon fast alleine zum
Parkplatz hin, wenn auch mit einem Totalstau auf dem Weg. Peter ist eloquent
wie eh und je und manövriert uns auch aus diesem Knotenpunkt. Wir wissen noch
nicht wo man überhaupt die Parkgebühr entrichten muß, aber das ist uns momentan
wurscht.
Auf dem Rundgang durch die quirlige Innenstadt und den
Hafen wird ihm erst einmal ein Haarschnitt angeboten. *baff* Unbeirrt hangeln
wir uns von einer Einkaufsstraße in die nächste, von einem Gruschtelladen in’s
nächste Fachgeschäft, es ist Alles vertreten. Daher kriegen wir auch was wir
wollen, außer Ohrringe für mich und die Postkarten haben wir für den Moment
total vergessen, erstehen sie aber noch auf dem Weg.
| Americano links, Iced Coffee Mitte, Pistazien Milkshake rechts |
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| vermutlich gr.-orth. Kirche, gleich neben... |
| ...einem Minarett, von dem auch bald ein Muhizin zum Gebet ruft |
Jetzt haben wir uns eine Rast verdient. Auf der Suche
nach einer Lokalität werden wir von vielen, vielen Türken geradezu genötigt in
ihr Etablissement zu kommen. Einer wird sogar pöbelig, das übersetze ich Peter
aber erst später und er ist echt stinkig auf den. Der Typ wirft uns vor‚ daß
wir ja nicht gleich das ganze Restaurant kaufen sollen‘ uns quasi nicht so haben sollen.
Dabei war Peter der Hafenblick einfach noch nicht perfekt genug. Und so zogen
wir weiter und natürlich nicht mehr in Erwägung zu dem Restaurant des
unflätigen Typen zurückzukehren. Sowas Unhöfliches! *wütend*
Zum Glück, denn wir finden ein gemütliches Lokal, vor dem bereits ein
britisches Pärchen sitzt und ‚Iced Coffee‘ aus Riesengläsern trinkt.
Versehentlich bestellen wir einen Americano mit Ice (kalter Kaffee mit
Eiswürfeln). Der war schaurig. Wir kommen in’s Gespräch mit dem
Seniorenpärchen, die öfter hier Urlaub machen, und Peter bekommt daraufhin das
richtige Getränk. Bei mir wird’s ein Pistazien-Milkshake. Sooo lecker!
Gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg zum
Postamt, konnten wir doch im Café die Postkarten schreiben. Zum Glück wußten
wir auch wo das Postamt lag, denn dort warteten wir ja am Freitag auf die
Anderen. Irgendwo auf dem Parkplatz war dann eine Bezahlbude. Der Mensch dort
verstand aber unsere Frage nicht, soviel zum Thema sie können Alle Englisch…
Jedenfalls machten wir’s richtig, bekamen unser Auto ‚frei‘ *lach* und düsten
los zum nächsten Strand.
Wie’s der Zufall wollte, sollte es genau dieser
Schildkrötenstrand werden, an den ich schon die ganze Zeit wollte. Wir wußten,
daß wir keine Schildkröten mehr antreffen würden, denn die sind ja bereits im
Mai geschlüpft. Angeblich hätte man noch mit viel Glück die alten Tiere sehen
können, wenn man Schnorcheln gegangen wäre. Aber dafür hatten wir nicht auch
noch Zeit. Es gibt etliche empfohlene Schnorchelplätze dort.
Wie dem auch sei. Es war schon später Nachmittag als wir ankamen, aber es war
noch gut sonnig und warm. Zwei junge Männer zeigten uns in Cavo Gkreko die
Zufahrt zum Strand.
Der Alagadi Turtle Beach war beinahe menschenleer und bis wir in’s Wasser gingen hatten wir den über 500 Meter langen feinen Sandstrand für uns ganz alleine. Weit in der Ferne lag nur ein Tanker im Wasser.
Der Alagadi Turtle Beach war beinahe menschenleer und bis wir in’s Wasser gingen hatten wir den über 500 Meter langen feinen Sandstrand für uns ganz alleine. Weit in der Ferne lag nur ein Tanker im Wasser.
| Peter stürzt sich in die Fluten |
| In der Ferne liegt der Tanker vor Anker |
Ja, auch ich war im Wasser, aber nur bis zu den Knien.
Mit Balanceschwierigkeiten ist das auf rutschigem Sand immer nicht so einfach,
wenn man dann auch noch einsinkt… und kalt war das Wasser auch, wäre aber
gegangen. Meine neuen Badeschuhe haben sich jedenfalls bewährt. *freu* Und Peter
freute sich wie ein kleines Kind in die Fluten tauchen zu können.
Während ich mich am Strand sonnte, ging er anschließend auf Erkundungstour nach
Schildkrötengelegen und allerlei anderen Sachen, die Männer halt interessant
finden. Bis zum Sonnenuntergang war er unterwegs und ich brach dann auch meine
Zelte ab, denn ohne Sonne wurde es etwas frisch.
Erneut schafften wir es zeitlich locker zum Abendessen
und bewunderten auf der Rückfahrt sowohl die idyllische Gegend, die Küste, das
Meer und durften noch einen herrlichen Sonnenuntergang genießen.
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| Was ist sieben Mal sieben? Feiner Sand. |
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| Geschützte Pflanze |
Ein wenig haben wir uns nachher im Hotel noch unter’s Volk gemischt, die
Ohrstecker abgegeben, Adressen ausgetauscht, Gruppenfotos gemacht, einen
Blogbeitrag hochgeladen, sowie uns von Pünktchen (der Katze) verabschiedet und
unsere Koffer gepackt.
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| Alles Gewinner! |
Außerdem sollten wir ja noch das Cabrio zurückbringen.
Doch der Rezeptionist durchkreuzte unsere Pläne ‚tesekkür ederim‘ (danke) und
bot an, die Mietwagenfirma anzurufen, damit die herkämen das Auto abzuholen.
Wir konnten denen den Schlüssel geben, in 1 Stunde würde der Wagen abgeholt.
Wir fragen uns zwar warum das Cabrio dann am nächsten Morgen um 4
immer noch auf dem Parkplatz stand, aber nach uns die Sintflut und wir hoffen,
daß das Alles gut lief und die Kreditkartenabrechnung uns keine bösen
Überraschungen bescheren wird.
Der weitere Plan lautete: um 3 Uhr 30 (morgens) gibt es
Sandwiches für uns zum Mitnehmen und um 4 Uhr fährt der Bus ab! *mund vor
erstaunen aufreiß* Ich wollte um 2 Uhr 30 (früh) aufstehen, habe dann aber doch noch
länger geschlafen und mich erst um Dreiviertel aus dem Bett geschält. Peter
habe ich um Viertel nach 3 geweckt.
| Unsere Freundin 'Pünktchen' (wie man unschwer erkennt) |
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| Abschiedsmahl |
Pünktchen kam in der Früh nochmal zu uns, als wir mit Kofferschleppen
beschäftigt waren und maunzte uns ein internationales ‚Tschüß!‘ hinterher.
















Warum die Dünen-Trichternarzisse(Pancratium maritimum)oder auch Strandlilie geschützt ist weiss ich nicht, denn sie wächst sie massenhaft am Strand. Vielleicht deshalb, weil sie nur einen Tag lang (von Juli - September) blüht.
AntwortenLöschenPeter
stresstu? Hattest Du mir das gesagt, daß sie nur einen Tag lang blüht? Diese Info ging an mir vorbei und stand auch nicht auf dem Schild (glaube ich). Jedenfalls habe ich die überhaupt nicht gesehen, oder sie sieht anders aus als auf dem Bild. Und für Alle die des Englischen nicht so mächtig sind, da steht: '...gemäß Umweltgesetz Sowiesosowieso, ist das Pflücken, Verkaufen, Kaufen oder außer Landes Mitnehmen verboten und ein Verstoß dagegen wird geahndet mit einer Geldstrafe mit bis zu 1/4 des Mindestlohns...'. Okay, kann man machen, wenn's hilft.
LöschenBeautiful!
AntwortenLöschenTy. More pics at our German blog, if you'd like to check them out...
LöschenYou guys look so good and I'm so happy for you that you go to all those beautiful places together. Regards and love to Peter
LöschenI'll let him know that you said 'Hi!'. Thx 4 the compliment.
LöschenThese pictures are amazing!! It makes me want to go there
AntwortenLöschenLol that was the idea behind it... sorta. ;-) But you live in such an amazing environment, unfortunately you gotta work, I bet otherwise you would explore it more. Glad you liked the photos. Sorry the blog is only in German, but there are plenty of other pics to be jealous about.
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