Sonntag, 12. November 2017

7. Tag – Mittwoch – Kyrenia und Alagadi Turtle Beach

Unser letzter ‚richtiger‘ Urlaubstag ist also herangebrochen, da wir ja am Donnerstag hauptsächlich zurückreisen werden. Mit einiger Wehmut beschließen wir auf der türkischen Seite zu bleiben, aber unser Cabrio schon noch einmal auszukosten. Was uns in dem ganzen Trubel und der Aktivität noch fehlt sind… Souvenirs und Postkarten. Außerdem wollen wir endlich ‚richtig‘ an den Strand. Der Wind hat abgeebbt, es regnet nicht mehr (war ja nur ein Tag Schlechtwetter), doch am Pool oder am Hotelstrand gefällt es uns nicht für den letzten Tag. *zwinker*.

Bis auf die griechische Seite zu der kleinen Stadt, in der die Feigenbaumbucht liegt, wollen wir nicht extra fahren, wenn sie auch sehr schön war und auf Tourismus ausgelegt ist. Da hätten wir bestimmt den einen oder anderen ‚Fund‘ gemacht. Wohin also? Nikosia ist mir persönlich einen Tick zu wuselig und zu groß und Peter stimmt auch zu, daß es doch eigentlich in Kyrenia, wo wir am ersten ‚richtigen‘ Urlaubstag waren (also Freitag) sehr schön war und es genügend Gruschtelläden gab. Ist ja nicht mein Ding, aber wat mut, dat mut, ne? Wie der Preiß sagt...
Nochmal ein schönes Frühstück mit unseren bayerischen Mitstreiterinnen aus ‚in der Nähe von Dingolfing‘ genossen und wir hüpfen in’s Cabrio. Ab geht’s. Die restliche Reisegruppe hat einen stay-at-home-Tag zur freien Verfügung und vergnügt sich alleine in Lapta. Zum Teil auch zum Shoppen. Wir fahren an ihnen vorbei und erhalten noch einen Einkaufs-Auftrag für Ohrstecker für eine Dreijährige und eine Zehnjährige. Sollten wir hinkriegen.
Shoppen...
 

Auch dieses Mal ist uns unser Navi sehr hilfreich, aber allmählich kennen wir uns schon ohne aus, können ja schließlich Schilder lesen. Und wir wollen dahin wo Kaya (seines Zeichens Reiseleiter) uns hingeführt hatte: in den Hafen von Girne/Kyrenia. Das Auto lenkt schon fast alleine zum Parkplatz hin, wenn auch mit einem Totalstau auf dem Weg. Peter ist eloquent wie eh und je und manövriert uns auch aus diesem Knotenpunkt. Wir wissen noch nicht wo man überhaupt die Parkgebühr entrichten muß, aber das ist uns momentan wurscht.
Auf dem Rundgang durch die quirlige Innenstadt und den Hafen wird ihm erst einmal ein Haarschnitt angeboten. *baff* Unbeirrt hangeln wir uns von einer Einkaufsstraße in die nächste, von einem Gruschtelladen in’s nächste Fachgeschäft, es ist Alles vertreten. Daher kriegen wir auch was wir wollen, außer Ohrringe für mich und die Postkarten haben wir für den Moment total vergessen, erstehen sie aber noch auf dem Weg.



Americano links, Iced Coffee Mitte, Pistazien Milkshake rechts

vermutlich gr.-orth. Kirche, gleich neben...
...einem Minarett, von dem auch bald ein Muhizin zum Gebet ruft
Jetzt haben wir uns eine Rast verdient. Auf der Suche nach einer Lokalität werden wir von vielen, vielen Türken geradezu genötigt in ihr Etablissement zu kommen. Einer wird sogar pöbelig, das übersetze ich Peter aber erst später und er ist echt stinkig auf den. Der Typ wirft uns vor‚ daß wir ja nicht gleich das ganze Restaurant kaufen sollen‘ uns quasi nicht so haben sollen. Dabei war Peter der Hafenblick einfach noch nicht perfekt genug. Und so zogen wir weiter und natürlich nicht mehr in Erwägung zu dem Restaurant des unflätigen Typen zurückzukehren. Sowas Unhöfliches! *wütend*
Zum Glück, denn wir finden ein gemütliches Lokal, vor dem bereits ein britisches Pärchen sitzt und ‚Iced Coffee‘ aus Riesengläsern trinkt. Versehentlich bestellen wir einen Americano mit Ice (kalter Kaffee mit Eiswürfeln). Der war schaurig. Wir kommen in’s Gespräch mit dem Seniorenpärchen, die öfter hier Urlaub machen, und Peter bekommt daraufhin das richtige Getränk. Bei mir wird’s ein Pistazien-Milkshake. Sooo lecker!
Gestärkt machen wir uns anschließend auf den Weg zum Postamt, konnten wir doch im Café die Postkarten schreiben. Zum Glück wußten wir auch wo das Postamt lag, denn dort warteten wir ja am Freitag auf die Anderen. Irgendwo auf dem Parkplatz war dann eine Bezahlbude. Der Mensch dort verstand aber unsere Frage nicht, soviel zum Thema sie können Alle Englisch… Jedenfalls machten wir’s richtig, bekamen unser Auto ‚frei‘ *lach* und düsten los zum nächsten Strand.
Wie’s der Zufall wollte, sollte es genau dieser Schildkrötenstrand werden, an den ich schon die ganze Zeit wollte. Wir wußten, daß wir keine Schildkröten mehr antreffen würden, denn die sind ja bereits im Mai geschlüpft. Angeblich hätte man noch mit viel Glück die alten Tiere sehen können, wenn man Schnorcheln gegangen wäre. Aber dafür hatten wir nicht auch noch Zeit. Es gibt etliche empfohlene Schnorchelplätze dort.
Wie dem auch sei. Es war schon später Nachmittag als wir ankamen, aber es war noch gut sonnig und warm. Zwei junge Männer zeigten uns in Cavo Gkreko die Zufahrt zum Strand.
Der Alagadi Turtle Beach war beinahe menschenleer und bis wir in’s Wasser gingen hatten wir den über 500 Meter langen feinen Sandstrand für uns ganz alleine. Weit in der Ferne lag nur ein Tanker im Wasser.


Peter stürzt sich in die Fluten
In der Ferne liegt der Tanker vor Anker
Ja, auch ich war im Wasser, aber nur bis zu den Knien. Mit Balanceschwierigkeiten ist das auf rutschigem Sand immer nicht so einfach, wenn man dann auch noch einsinkt… und kalt war das Wasser auch, wäre aber gegangen. Meine neuen Badeschuhe haben sich jedenfalls bewährt. *freu* Und Peter freute sich wie ein kleines Kind in die Fluten tauchen zu können.
Während ich mich am Strand sonnte, ging er anschließend auf Erkundungstour nach Schildkrötengelegen und allerlei anderen Sachen, die Männer halt interessant finden. Bis zum Sonnenuntergang war er unterwegs und ich brach dann auch meine Zelte ab, denn ohne Sonne wurde es etwas frisch.
Erneut schafften wir es zeitlich locker zum Abendessen und bewunderten auf der Rückfahrt sowohl die idyllische Gegend, die Küste, das Meer und durften noch einen herrlichen Sonnenuntergang genießen.

Was ist sieben Mal sieben? Feiner Sand.
 


Geschützte Pflanze
 
Ein wenig haben wir uns nachher im Hotel noch unter’s Volk gemischt, die Ohrstecker abgegeben, Adressen ausgetauscht, Gruppenfotos gemacht, einen Blogbeitrag hochgeladen, sowie uns von Pünktchen (der Katze) verabschiedet und unsere Koffer gepackt.
Alles Gewinner!
Außerdem sollten wir ja noch das Cabrio zurückbringen. Doch der Rezeptionist durchkreuzte unsere Pläne ‚tesekkür ederim‘ (danke) und bot an, die Mietwagenfirma anzurufen, damit die herkämen das Auto abzuholen. Wir konnten denen den Schlüssel geben, in 1 Stunde würde der Wagen abgeholt.
Wir fragen uns zwar warum das Cabrio dann am nächsten Morgen um 4 immer noch auf dem Parkplatz stand, aber nach uns die Sintflut und wir hoffen, daß das Alles gut lief und die Kreditkartenabrechnung uns keine bösen Überraschungen bescheren wird.
Der weitere Plan lautete: um 3 Uhr 30 (morgens) gibt es Sandwiches für uns zum Mitnehmen und um 4 Uhr fährt der Bus ab! *mund vor erstaunen aufreiß* Ich wollte um 2 Uhr 30 (früh) aufstehen, habe dann aber doch noch länger geschlafen und mich erst um Dreiviertel aus dem Bett geschält. Peter habe ich um Viertel nach 3 geweckt.
Unsere Freundin 'Pünktchen' (wie man unschwer erkennt)
Abschiedsmahl
Pünktchen kam in der Früh nochmal zu uns, als wir mit Kofferschleppen beschäftigt waren und maunzte uns ein internationales ‚Tschüß!‘ hinterher.

8 Kommentare:

  1. Warum die Dünen-Trichternarzisse(Pancratium maritimum)oder auch Strandlilie geschützt ist weiss ich nicht, denn sie wächst sie massenhaft am Strand. Vielleicht deshalb, weil sie nur einen Tag lang (von Juli - September) blüht.
    Peter

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    1. stresstu? Hattest Du mir das gesagt, daß sie nur einen Tag lang blüht? Diese Info ging an mir vorbei und stand auch nicht auf dem Schild (glaube ich). Jedenfalls habe ich die überhaupt nicht gesehen, oder sie sieht anders aus als auf dem Bild. Und für Alle die des Englischen nicht so mächtig sind, da steht: '...gemäß Umweltgesetz Sowiesosowieso, ist das Pflücken, Verkaufen, Kaufen oder außer Landes Mitnehmen verboten und ein Verstoß dagegen wird geahndet mit einer Geldstrafe mit bis zu 1/4 des Mindestlohns...'. Okay, kann man machen, wenn's hilft.

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