Donnerstag, 16. November 2017

Unsere Hotels auf Zypern

Im Reiseprospekt stand… ‚Wir arbeiten nur mit ausgesuchten Luxus-Hotels zusammen. Vertrauen Sie unserer langjährigen Erfahrung und ca. 250.000 zufriedenen Gästen in 30 Jahren. Ihre Zimmer sind alle mit Bad, WC, Telefon, Wi-Fi, Minibar, Klimaanlage und Balkon ausgestattet.‘ Bei den aufgelisteten fünf Luxus-Hotels waren unsere beiden leider nicht aufgeführt, aber man kann sagen, die Landeskategorie von 5 Sternen dort, entspricht in etwa 3 Sternen hier. Für Umsonst können wir also echt nicht meckern, naja, bis auf das nicht oder kaum vorhandene W-LAN.
Inklusivleistungen waren, das Hotel betreffend… ‚Alle Transfers zwischen Flughafen und Hotel, Infococktail im Hotel, Begleitung eines deutschsprachigen Reiseleiters während des gesamten Aufenthalts, also Rundumbetreuung, 7x Übernachtungen in Luxus-Hotels (3 Nächte im ersten, 4 Nächte im zweiten)‘.
‚Nach der Ankunft am Flughafen Ercan begrüßt Sie Ihre deutschsprachige Reiseleitung und begleitet Sie auf Ihrem Weg in das Hotel. Freuen Sie sich auf einen Willkommensdrink, bei dem Sie mehr über Ihr Hotel, die Urlaubsregion und das Reiseprogramm erfahren werden.‘
Soweit so gut.
Das Club Simena Hotel in Lapta

Unser Bungalow
Als Erstes waren wir im Club Simena Hotel in Lapta untergebracht. Dort bezogen wir einen wunderschönen, zweistöckigen Bungalow, in direkter Nähe zu den beiden Pools. Unser Schlafzimmer befand sich auf einer Galerie im 1. Stock, wo uns bei Sonnenaufgang, nach dem Gesang des Muhizins um 5 Uhr, die Sonne in’s Gesicht schien, so es nicht regnete. Wir hatten sogar eine Mini Terrasse. Der W-LAN-Empfang war so lala. Im Restaurant und in der Lobby war er besser. Daher konnten wir Euch wenigstens ab und zu auf dem Laufenden halten…
Wir können uns gut vorstellen, daß hier in der Hauptsaison die Hölle los ist, aber so war es für uns genau richtig, nämlich überschaubar.
Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit, allerdings in seinem Englisch-Wortschatz etwas eingeschränkt und für unsere paar Brocken Türkisch (dank i-translate-App auf dem Handy) sehr aufgeschlossen und dankbar.


Morgens gab es ein Frühstücksbüffet im Restaurantbereich und wir saßen mehrmals draußen auf der überdachten Terrasse, inmitten von maunzenden Miezen und kläffenden Hunden. Die Armen. Aber wir blieben eisern. Das führt ja sonst zu nichts.
Außerdem hatten wir Halbpension dazugebucht, das hieß wir mußten auch abends hier zum Essen antreten. Wir haben diesbezüglich Nichts zu beanstanden, es entsprach den 3 europäischen Sternen, also unserer Erwartung. Jeder fand etwas zu essen und das ist die Hauptsache, satt geworden sind wir ebenfalls.

Die Anlage selber muß einmal Bombe gewesen sein, jetzt scheint sie an manchen Stellen etwas vernachlässigt. Vor allem abends sah man den Obermupfti (seines Zeichens wohl der Besitzer der Anlage) ein wenig mit- und sich unter’s Volk mischen. Irgendwie müssen sie Alle miteinander verwandt sein und die Rezeptionistin sprach ein ausgezeichnetes Englisch und war äußerst hilfsbereit. Aber es gab hauptsächlich nur (junge) Männer, die hier rumwuselten. Frauen ‚dürfen‘ gelegentlich mal kochen und hauptsächlich putzen. Willkommen im Orient, wo die Entwicklung der Gleichberechtigung ganz vorne liegt! *sarkastisch* Ich habe im ganzen Urlaub nicht einmal weibliche Bedienungen gesichtet.

Ach und bevor ich die Unwahrheit erzähle, den Oberwachhund haben wir einmal und zum Abschied eine Kleinigkeit unserer Wurst abgegeben. Aber nicht im Essensbereich, sondern abgelegen am Pool. Er schien sehr dankbar.
Am ersten Tag erhielten wir (als Einzige scheinbar) zwei Hibiskusblüten als kleine Aufmerksamkeit auf’s Zimmer. Vielleicht weil wir nicht über die kaputte Halterung für das Toilettenpapier gemeckert hatten? Ich hatte es einfach auf die Seite geschoben und am nächsten Tag war sie kommentarlos repariert. Oder eventuell weil WIR nicht über irgendwelche vermeintlichen Taranteln hysterisch geworden sind? Frau weiß es nicht.

Direkt gegenüber unseres Zimmers waren mehrere Riesenrutschen in den Pool und sogar eine Poolbar. Bloß irgendwie ergab sich für uns das Planschen dort nie. Früh war es noch zu frisch und menschenleer und Alle hektikten zum Frühstück und dann zur Abfahrt mit dem Reisebus, in unserem Fall meistens mit dem Cabrio. Dann abends war es schon immer dunkel wenn wir zurückkamen. Solch ein Streß, ich schwör’s Euch *witzelt rum* *schweißnaße stirn abwisch*.
Ich war dankbar für den Kühlschrank auf dem Zimmer. Besonders fiel mir die Schiebetür im Bad auf. Ausnahmsweise war die Duschvorrichtung hoch genug zum Drunterstellen. Es gab sogar eine kleine Sitzecke, nicht im Bad. Und abgewohnt hat es ebenfalls nicht ausgesehen. Bloß irgendwie kriegten wir die sogenannte Klimaanlage nicht zum Heizen. Sie blies einfach nur kalte Luft, doch das war im zweiten Hotel genauso.
Handtücher waren fluffig und wurden ausreichend gewechselt. Seife und Duschgel stellte das Hotel. Auch einen Fön gab es.

Blick vom Restaurant (Terrasse) aus. 2. Haus li hinten = unseres
Hier kann man direkt in unseren Bungalow rutschen...
Die Pool Bar
Und wir konnten über die Rezeption den Mietwagen organisieren.
Und das Beste vom Ganzen: man sah vom Hotel aus sogar das Mittelmeer!
Daaaa ganz hinten, seht Ihr's?
Warum wir hier nur 3 Tage gebucht waren wissen wir nicht, aber am 4. Tag mußten wir umziehen.
Unsere 'Gemächer'
 

Das Schlafzimmer auf der Galerie mit Blick in den Wohnraum
Vor allem lagen die beiden Hotels nur knapp 15-20 km auseinander und unsere Mietwagenfirma mittendrin (Alles in der Nähe von Kyrenia, auf der türkischen Seite, nicht wie es im Prospekt stand in Nikosia).
Zum Glück erklärten sich der Löwe und die Steinböckin aus der Reisegruppe und auch der Busfahrer bereit unsere Koffer mitzuschleppen (im Bus) und im neuen Hotel auf unser Zimmer bringen zu lassen. Praktisch. Aber da hätten wir mit dem Transport mit unserem Zweisitzer-Cabrio eh Probleme gehabt…

Am Sonntag starteten wir Alle zu unseren Ausflügen und sollten danach in das neue Hotel zurückkehren (Peter, ich habe den Überblick verloren, oder war der Umzug an einem anderen Tag? *verzweifel*). Dieses hieß Top Set Hotel und lag sehr nahe am Meer in Karaoğlanoğlu.
Eine sehr weitläufige Anlage, die auch schon ihre besten Zeiten gesehen hat, doch auch nur vernachlässigt, nicht abgewohnt oder ähnlich.
Top Set Hotel in Karaoglanoglu
Am Meisten beeindruckt hat mich wieder einmal die Flora. Bis zum Zimmer mußten wir an zwei langen Gängen (im Freien) vorbei und das duftete (!) nach allen Wohlgerüchen Arabiens! Lavendel, Oleander, Hibiskus und ich weiß es nicht nach was sonst noch allem, aber da wünschte ich es gäbe ein Duft-Internet.
Wie im Dschungel, toll!

Laßt Euch nicht täuschen...

verschiedene Pflanzen, gleiche Farbe

Aufwärts wachsende Bananen

Und irgendeine Pflanze am Pool duftete nur nachts!
Diesmal hatte unser Apartment einen Balkon, mit Blick auf’s Meer. Unsere Koffer waren bereits auf dem Zimmer, der Empfangschef hatte uns hinauf bzw. hinüber begleitet (und ja, klein Regina hat sich auch hier bereits wieder einmal verlaufen. Nicht lachen. Das scheint bei mir Standard zu sein, ohne Peter… bin ich VERLOREN! *zwinker*). Dieses Mal hatten wir endlich ein Doppelbett. Ein sehr kurzes. Schmales. Mit leider nur einer Bettdecke. Hm. Schwierig, aber kann man machen. Dem Kopfteil aus Holz verdankte ich allerdings einige Beulen… 
Unser zweites Hotelzimmer...
...für vier Nächte
Direkter Blick vom Balkon auf's Meer
 
Die gesamte Anlage und auch das Buffet schien eine Kategorie höher zu sein als das Vorherige, doch auch hier können wir nicht meckern. Man bedenke: für UMSONST!
Den Nebenbalkon hatte das Gummibärchen mit Freundin. Für Raucher war das schon angenehm, so mit Balkon. In der Nähe lag zwar auch eine Baustelle, aber da arbeitete Niemand. Also auch keine Lärmbelästigung.
Auch hier ließ die ‚Klimaanlage‘ zu wünschen übrig, sie blies nur kalte Luft, heizte aber leider nicht. Und Internet? Fehlanzeige. Wirklich nur im Restaurant, am Pool und in der Lobby. Echt ein Ärgernis für uns, da wir weiterhin nicht mit Euch Kontakt halten konnten, jedenfalls nicht so wie wir wollten. Normalerweise schreibe ich abends nämlich immer an unserem Blog. Tja, soviel dazu.


Hier konnte man endlich keinen Muhizin mehr hören, der zum Gebet ruft, stattdessen das Rauschen des Meeres, so nahe war das Hotel nämlich gelegen. Fußläufig erreichbar.
Kühlschrank, Minibar, Telefon, schönes Bad, Fön. Handtuch und Seifen/Duschgel-Situation war gleich wie im ersten Hotel. Auch hier Alles sauber und ordentlich.
Hier 'verwöhnt' Peter Pünktchen mit Geschnetzeltem
 
Auch hier wurden wir von Miezen angebettelt, auch hier blieben wir standhaft, bis auf Pünktchen, aber die ‚lauerte‘ uns vor den Wohnräumen auf. Wir haben ihr mehrmals Leckerli beschert.

Für mich unbequem waren die langen Wege. Sehr schön und idyllisch (bis auf den, vorbei am Abflußkanal), aber auch sehr holprig. Wie mediterran gefliest, 80er/90er-Jahre-Stil, doch auch schon etwas altmodisch. Ich war jedenfalls froh bei diesen holprigen Wegen an Peters Arm zu hängen, oder seine Hand als Abschleppdienst gereicht zu kriegen, so passierten auch keine Unfälle (stolpern, umknicken und so). Und schlecht beleuchtet war’s. Aber dafür gibt’s ja die Taschenlampenfunktion am Handy. *blinzel*
In dem Zusammenhang war übrigens Kyrenia eine Herausforderung für mich: Treppen gibt’s da *kopfschüttel* bis zum Abwinken! Rauf und runter und wieder rauf! *ächz* (Alles natürlich nicht DIN-genormt...)


Ganz schön weitläufig, oder? Und wir haben noch nichtmal Alles fotografiert!
Thema zurück zum Hotel. Auch hier trieb der Chef des Hauses im Restaurant sein Unwesen und versuchte mit zwei Brocken Deutsch und drei Brocken Englisch Konversation zu machen. Man merkte ihm aber genau an wenn er nicht gut drauf oder müde war. Halt auch nur ein Mensch, der Muselmane.
Am Regentag war das hier überflutet
 

Riesenrestaurant, auch mit Raucher-Area und Balkonen
 

 
Was sie aber Alle gemeinsam hatten… sie wollten wegen ihrer Türkischen Republik Nordzypern gelobt werden. Was wir artig taten, wenn uns auch die griechische Seite VIEL BESSER gefallen hat. Aber das behielten wir besser für uns, wenn Ihr wißt was ich meine?
Hier konnten wir zweimal draußen frühstücken... gigantisch!
So, ich schmücke Euch meinen heutigen Bericht noch mit Fotos der Hotelanlagen aus. Es war wirklich, egal wie man es dreht und wendet, ein Schnäppchen! Was für ein toller Gewinn (unsere beiden Dingolfinen haben die Reise übrigens auch gewonnen und ich glaube noch ein paar andere Leute unserer Reisegruppe, wenn nicht sogar Alle) und wie schade, daß der Urlaub schon vorbei ist. *schmoll*

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