Sonntag, 6. Oktober 2024

Assuan Staudamm

TAG 11

Gut ausgeruht liegt ein ereignisreicher Tag vor uns und eins meiner Highlights noch dazu. 

Los ging’s erstmal damit mit unserem Reiseleiter Ahmed und unserem zuverlässigen Busfahrer (der mir immer rücksichtsvoll den Bus tiefer legt) nach Luxor zu tuckern. Die Entfernungen sind hier überschaubar. Dabei fällt mir unsere Tochter ein, die als Kind mal verwundert gefragt hatte ob denn alle Männer Peter heißen würden? Hier kommt es uns so vor als würden sie alle Ahmed heißen! Unser erster Zwischenstopp ‚Der unvollendete Obelisk‘. A Stoi halt scho wieda, diesmal am Boden liegend, in’s Gestein gehämmert.

„Er befindet sich in einer Grube im nördlichen Bereich der altägyptischen Steinbrüche in und um Assuan, etwa einen Kilometer südöstlich des Nils. Wäre er fertiggestellt worden, wäre er bei der Fertigstellung der größte seiner Art und des Altertums gewesen. (4,2 m l x 4,2 m b x 41,75 m, Gewicht 1168 t) Es wird vermutet, dass er unter der Königin Hatschepsut begonnen wurde und für den Tempel in Karnak bestimmt war. Er besteht aus Rosenquarz und Risse im Material hätten angeblich zur Einstellung der Arbeiten geführt. Der untere Teil des Obelisken ist immer noch mit dem Fels, aus dem er geschlagen wurde, verbunden. Sämtliche Spuren späterer Teilungsversuche in verschiedenen Zeitperioden sind zwar erkennbar, wurden aber ohne Erfolg beendet.“



Mein Mann befand sich dort übrigens auf unerlaubten Abwegen, wurde auch von einem Wachmann darauf hingewiesen, aaber wie so oft und auf Verhandlungsbasis und nach a bissle ‚Bakshish‘… hat der Wachmann auf verbotenem Terrain mit ihm eine Fotosession abgehalten *kopfschüttel*.



Danach wurden wir weitergekarrt (mit dem Reisebus natürlich) zum Assuan Staudamm. Endlich!! Er ist nur im mittleren Teil für die Allgemeinheit zugänglich. Sowohl die eine, als auch die andere Seite wird von Millitär bewacht und ist nicht zugänglich. Der Bus spuckte unsere Gruppe also aus, wir ignorierten größtenteils den Souvenirladen und konzentrierten uns auf das Wesentliche.

Was da wäre, dass z.B. das Wasser dort glasklar ist und tatsächlich Krokodile darin leben (im Nil nämlich nicht, weil das Wasser dort so dreckig ist. Es hat weder Bade- noch Trinkqualität.). Seid mir nicht böse, aber die genauen Daten sind im Internet nachlesbar. Hier also nur ein paar Infos und Eckdaten:

das Bauwerk besteht aus dem Damm selbst, der Staumauer und dem Nasser See. Er wird auch als Hochdamm bezeichnet (as-Sadd al-ali), befindet sich in Oberägypten etwa 13 km stromaufwärts der Stadt Assuan und staut Wasser zum Nasser See auf, bis zum Sudan, wo er dann Nubia See heißt.

Die Bauzeit betrug zehn Jahre (1960 bis 1970), eröffnet wurde der Assuan Staudamm 1971 von Anwar el-Saddat. Der Nasser See hat eine ungefähre Wasseroberfläche von bis zu 6.000 Quadratkilometern und eine maximale Kapazität von beinahe 170 Kubikkilometern Wasser.

Kostenpunkt 2,2 Milliarden Euro. Verluste: 451 Menschen sind bei den/durch die Baumaßnahmen gestorben. Ahmed hatte uns zwar erklärt dass, warum und wann der See abgelassen wird, ich glaube jedes Jahr, aber das müsst Ihr bitte Peter fragen, weil… ich es schon wieder vergessen habe und nicht ergoogeln konnte. *alzheimer runs in the family*











Und jetzt genießt unsere Bilder dazu. Leider peitschte unser Reiseleiter uns in circa 45 Minuten (falls das überhaupt) durch die Besichtigung. Schade. Wir hätten uns mehr Zeit gewünscht. Und zwar zur nächsten Verkaufsveranstaltung (Parfums!). Ich blieb im Bus sitzen und Peter flüchtete gleich am Anfang wieder aus der Parfümerie. Er suchte sich das nächstgelegene Café und ließ sich dort verwöhnen und bespaßen. Der Besitzer (Sohn?) war offensichtlich FC Bayern Fan und die Berührungspunkte waren da. Bloß hatte unser Bus inzwischen dreimal umgeparkt und mein Mann war etwas in Sorge, behielt jedoch die Truppe im Laden im Auge und er fand sich wieder rechtzeitig zur Abfahrt im Bus ein.





Am Nachmittag ließen wir uns auf eine Stadtrundfahrt mit unserem Bus ein. Dabei sahen wir eine
Moschee und im Anschluß an dieses Event, gab es Kaffee und Tee, mit Gebäck in einem nubischen Café. Ja, hat alles lecker geschmeckt, der Schweizer/Nubier (mit Costa Cordalis Frisur) ‚wie auch immer er geheißen haben mag‘ hat uns einen Mokka vom Feinsten kredenzt. Die Familie (nur Jungen) bedienten uns und haben auf Fragen von ausländischen, hellhäutigen fremden Frauen (uns) verschreckt bis versteinert reagiert. Auch gut. *verständnislos* Die Nahrungsaufnahme war erfreulich und die Aussicht, Leute *ohne worte* WAR GIGANTISCH! Müsst Ihr gesehen haben. Sowas von toll! Fotos stelle ich hier rein. Miezen gab es auch, in mini winzig. Auch hier wurden wir an der kurzen Leine gehalten und Ahmed, der Reiseleiter, rief bald wieder zum Aufbruch. Runterschlucken, in den Bus klettern, weiter ging’s… Letztendlich landeten wir nicht nur auf einem Bazaar, sondern in einem Gewürzladen. Alles schön und gut, aber so schrecklich aufdringlich dieses Volk. Trotz unserer bösen Gesichter und wie ein Mantra aufgesagtes ‚La Shukran‘ (Nein danke.) wurden wir bis zum Letzten getrietzt. Peter legte all sein Verhandlungstalent an den Tag, wurde aber auch einmal (beim Kaffee und beinahe beim Gürtel) abgezockt. Wir achteten jedoch darauf wirklich nichts Überflüssiges zu kaufen. Es KÖNNTE dennoch ein wenig Übergepäck zu zahlen sein. Man weiß es nicht, frau auch nicht.









Jedenfalls hatte ich auf dem Bazaar plötzlich einen circa 10jährigen Beschützer. Ich wäre beinahe gestürzt (wieder mal net gschaut) und ein Erwachsener (Ägypter) rief es mir entgegen. Ging gut. Der Kleine klebte mir ab da an der Seite und warnte mich vor jedem Stolperstein und Kanaldeckel, bis ich endlich in den Bus stieg. Kühlschrankmagnete habe ich ihm dann abgekauft, wegen seiner schönen Augen und seinem niedlichen Lächeln. *seufz* *was soll ich sagen* *grins* und Bakshish hat Peter ihm auch noch gegeben, OBWOHL ihn sein Onkel angeraunzt hatte, er solle uns in Ruhe lassen und den Anderen (offensichtlich) eine Chance zum Betteln geben.










Wir schuckelten Richtung Abendessen zurück auf unsere ‚Solaris II‘ wo ich wieder sehr vorsichtig über sämtliche Stolperfallen von meinem ägyptischen Habibi geführt wurde. 😊 Abendessen war, wie immer, lecker.

Kurz danach wurde uns nicht nur eine Happy Hour (2 alkoholische Cocktails für 1) geboten, sondern auch eine Tanzvorführung. Zuerst wirbelte ein Derwisch durch den Saal und dann beglückte uns eine Bauchtänzerin. Meine subjektive Meinung hierzu lasse ich jetzt erstmal dahingestellt. Sie hatte zumindest einen hochgepuschten Vorbau und beglückte die Männer.


Nach diesem ereignisreichen Tag plumpste ICH zumindest müde in’s Bett. Geträumt habe ich von weiteren ägyptischen Abenteuern. Davon Morgen mehr, Habibis!

11 Kommentare:

  1. Zu Assuan bei Nacht: Unglaublich schön und traumhaft.
    Liebe Grüße 😃😃

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    1. Ja, ein bisschen kommt man sich schon wie bei 1001 Nacht vor und wartet auf den fliegenden Teppich.

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  2. Hallo nach Ägypten 🙋🏻‍♀️, 😃 habt noch tolle Tage im warmen Süden ☀️. Liebe Grüße und hoffentlich bis bald 🧁.

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  3. Birgit, die Schwäger-FreindinDienstag, 8. Oktober 2024 um 18:17:00 MESZ

    Hallo Ihr Ägyptenreisende, tolle Eindrücke, bin auch gespannt auf die spätere persönliche Berichterstattung! Für Kommentare im Blog bin ich leider zu blöd, sorry, guck aber gerne rein.😊 So, jetza no, schönen Resturlaub und kommt wieder gut nach Hause (dicken Pulli anziehen!), bis bald! 😘

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    1. Dankeschön, liebes Schwägertier. Das machen wir, die persönliche Berichterstattung, meine ich. Und für unsere Heimkehr könntet Ihr ja schon ein wenig einheizen, zwanzig Grad Temperaturunterschied hätt's etz net braucht! Wo ist der Goldene Herbst, wenn man ihn braucht? Ach ja, bei Eva in Wien! ;-)

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  4. Antworten
    1. Dankeschön. 🤗 Der Staudamm UND das Land überhaupt sind wunderschön und beeindruckend. 😍

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  5. Gorgeous ❤️❤️ looking good 😊

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