TAG 9
Hier kommt also der Erfahrungs-/Erlebnisbericht von meinem Ehegespons und ich bin froh, dass er auch am Blog mitschreibt, aber lest am Besten selbst:
Wie ja Regina gestern schon schrieb, haben wir uns entschieden am heutigen Ausflugsprogramm nicht mitzumachen. Schon alleine deswegen weil es um 7 Uhr los ging. Mir ham Urlaub und san net auf d‘Flucht.
Wäre von den
Zielen her durchaus sehenswert gewesen:
-
Tal
der Könige
-
Hatschepsut
Tempel
-
Memnon
Kolosse
Abgesehen
davon waren mir aber die Ziggi`s am Ausgehen. Ich also, wie immer, schon vorher
auf Google-Maps nach einem Supermarkt gesucht. In dem kleinen Vorort vor Luxor
war der nächste gerade mal 750 m entfernt.
Ich also zu Regina: „Ich gehe heute Einkaufen“. Regina: „Pass aber auf, dass Dir nichts passiert“. Ich: „Ja, ja , was soll schon passieren.“
Gesagt getan,
ging ich von Bord, immer mit einem Blick auf die Route von Google-Maps. Der Weg
war unasphaltiert und von Palmenhainen umgeben.
Ein Stück,
ca. 100 m, muss man an der Hauptstraße entlang, auf einem schmalen Fußweg. Und
da kamen mir auch schon die ersten Eselskarren entgegen.
Kaum, dass
ich die Straße überquerte, quatschte mich ein Einheimischer an und meinte, dass
er mir den Weg zum Supermarkt zeigen kann. Wie sich herausstellte sprach dieser
sehr gut englisch und ich machte ihm unmissverständlich klar, dass ich seine
Hilfe nicht bräuchte und wollte.
Aber Ahmed
ließ nicht locker und lief einfach neben mir her und erzählte alles Mögliche. Ich
schaltete natürlich, wie empfohlen, auf Durchzug und ging meines Weges. Ahmed
aber begleitete mich trotzdem weiter. Und plötzlich für mich das Unerwartete: der
Supermarkt war am Zielort nicht zu sehen. Schon war ich froh, dass Ahmed da
war.
Er führte mich zum Supermarkt (eine kleine Bude von vielleicht 20-30 qm) klärte mit dem Inhaber, was ich alles bräuchte. Der Preis für vier Halbliterflaschen Wasser, vier kleine Orangensaft-Tetrapacks und fünf Schachteln ägyptische Zigaretten war mit 630 Pfund sehr gut. Letzte Woche im Laden beim Hotel hatte ich für nur 5 Schachteln bereits 750 Pfund bezahlt.
Anschließend
wollte mich Ahmed zunächst nur, auf dem gleichen Weg, zurück zum Schiff bringen.
Ich aber wollte einen etwas anderen Weg laufen. In dieser kurzen Zeit entstand offensichtlich
beiderseits eine gewisse Sympathie. Er führte mich dann zu einer
Aussichtsplattform am Nilufer, anschließend zu einem befreundeten Fischerboot
und zu einer Mango/Lemon-Plantage seines Freundes.
Er selbst wohnt direkt neben der Hauptstraße, hat ein verhältnismäßig großes Haus und betreibt selbst eine Mango-Plantage.
Wir gingen
zu ihm nach Hause, setzten uns auf eine Bank vor seinem Haus, rauchten eine
Zigarette und quatschten über alles Mögliche.
Als seine Mutter nach Hause kam, bot diese an uns einen Tee zu kochen, was ich dankend annahm. Nach einem Blick auf die Uhr, und da ich schon fast alles über seine Familie wusste, wollte ich Regina per Videochat erreichen. Auch sie sollte ihn mal kurz kennenlernen und von mir erfahren, dass Alles i.O. ist. Hat zwar nicht geklappt aber zumindest telefonisch.
Den Tee tranken wir dann in der „Küche/Esszimmer“ nachdem er mir zumindest die untere Etage seines Hauses zeigte. Der schwarze Tee wurde mit etwas weißem Kandiszucker und frisch gepflückter Pfefferminze verfeinert und schmeckte hervorragend. Von der Minze durfte ich eine handvoll mitnehmen.
Er erzählte mir, dass er nicht verheiratet ist, neun Geschwister hat und mit denen und deren Kindern, zusammen 16 Personen, hier wohnt. Seine Nichte „Nora“ und sein jüngster Neffe „Abdel Karim“ sind zuckersüße. Abdel Karim, wenn ich Ahmeds Englisch richtig verstanden habe, heißt soviel wie „Der Göttliche/dem Gott zugewandten“. Da musste ich ihm natürlich gleich vom gleichnamigen Comedian in Deutschland erzählen.
Ahmed hat auch noch zwei Hunde und drei Katzen. Einer der Hunde ist ein deutscher Schäferhund und hört auf den Namen: Max (selbst ausprobiert).
Als ich
Ahmed klar machte, dass es Zeit wird für mich wird zurück auf‘s Schiff zu gehen,
ging er zurück in eines der hinteren Zimmer, kam zurück und schenkte mir einen
Ring und einen Aschenbecher als Andenken. Gut, beides nichts Besonderes, aber
so viel Gastfreundschaft einem Fremden gegenüber könnte man in Deutschland
nicht erleben.
Ach noch etwas: Er fragte, ob wir auf dem Rückweg nochmal hier halt machen. Tun wir auch. Er bat mich wieder bei ihm vorbeizukommen, weil seine Mama bis dahin ein Präsent für uns fertigmachen würde. Was, verriet er mir aber nicht. Ich habe es zumindest vor.
Dass Ahmed sooooo freundlich war und mich sogar seiner Familie vorstellte, könnte vielleicht auch mit dem Trinkgeld zu tun haben. Habe ihm 200 Pfund (4 Euro) und seinem Freund auf der Plantage 100 Pfund gegeben. Dass glaube ich aber nicht und – Inshallah – werde beim Rückweg bestimmt Recht bekommen.
Ich war so froh, dass ich den Ausflug nicht mitgemacht habe. Soo ein Erlebnis, wie mit Ahmed, ist mir lieber als alte Steine zu betrachten.
Bin ich froh, dass er wieder zurück ist und ihm nichts Schlechtes wiederfuhr! Inshallah auch von mir (GSD - Gott sei Dank)!
Wie Ihr lesen konntet war bei mir nix Spektakuläres, außer Lesen, Schreiben, Knipsen und mit den Mitreisenden Ratschen.
Mehr von den Flitterwöchnern Morgen! Vergesst bitte nicht uns einen Kommentar dazulassen. DANGÖ.
























Auf jeden Fall viele neue Eindrücke, ganz andere Welt. Da habt ihr ja noch einiges vor, noch schöne Eindrücke für euch. 🙋🏼♀️
AntwortenLöschenDanke Hanni und Gerti 🚢🐪 Ja, es ist noch kein Ende in Sicht... noch viele Beiträge sind zu schreiben und hochzuladen, während wir momentan erst bei Urlaubstag 13 von 16 sind. Ein paar schöne Sachen möchten wir Euch noch berichten, bevor wir in's herbstliche Deutschland zurückkehren werden.
LöschenSehr schön 🥰 (Zu: Mal eben auf den Nil gelinst um 7.30 Uhr.)
AntwortenLöschenDanke, Andrea. Ja, das ist schon was anderes als auf den Lech zu schauen! Ganz andere Dimensionen...
LöschenUnd? Wie gefällt es dir bis jetzt? Was macht die Gesundheit, schaffst du alles was du dir vorgenommen hast 🥰
AntwortenLöschenAlles im grünen Bereich, danke. Hatten beide Erkältung von der Klima. 🤧 Was nicht geht, geht halt nicht. Ganz lieb, daß Du nachfragst. 😘
LöschenWünsche euch trotzdem viel Spaß 😉
LöschenNein echt, sind schöne Flitterwochen. Wir lassen nichts aus. 🥰☀️🥵😎🩱🍹🤷♀️
LöschenWow, da habt ihr ja noch ganz schön was vor 👍
AntwortenLöschenGestern Durchhänger. Gehen war nicht so toll... 🤷♀️😘 Und hoiß is immer no. 🥵☀️😎
LöschenNach der arabischen Kultur 💃🕺🏼☕️ ist dieser Bau schon sehr beeindruckend 👍👏
AntwortenLöschen(Zum Assuan Staudamm:) Da stimme ich Dir voll zu. Der war mein Highlight auf dieser Reise.
AntwortenLöschenGlaub ich dir
Löschensehr imposant dieser Staudamm 👍👍 genießt noch weiter eure Reise 😊
Bei uns hat es ziemlich abgekühlt. Genießt die Wärme, tolle Bilder, viel Spaß weiterhin, liebe Grüße 🙋♀️🙋♂️💕
AntwortenLöschenDankeschön. Ja, hoffen unsere Bilder hängen Euch noch nicht zum Hals heraus, denn es kommen noch ein paar. Sind ja erst im letzten Drittel unserer Flitterwochen. 😘🤗💕👫
LöschenThe Egyptians in ancient times worshiped the cat as a god. I’m sure you are seeing evidence of that while you are there on your once in a lifetime trip.
AntwortenLöschenKarla, nicht wirklich. Hier sind vorwiegend streunende Hunde einer Rasse unterwegs. Gestern ist uns eine mini Katze begegnet. Finde leider das Foto nicht auf Anhieb. Dann schicke ich es Dir aber! Freut uns, daß Du so Anteil nimmst. Und Du hast eigentlich recht, es wird eine einmalige Geschichte in unserem Leben bleiben. Das haben wir uns noch gar nicht so bewusst gemacht... 😍😍
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